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Tegeler See
Der Tegeler See im Sommer © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Tour 55: Fahrradtour durch Reinickendorf

Entlang blauer Seen, zum ältesten Baum und zu leckeren Keksen führt Sie diese Fahrradtour durch den Norden der Stadt. Tipp: Nehmen Sie Ihre Badesachen mit! Der Start der Tour ist am U-Bahnhof Borsigwerke. Bitte beachten Sie, dass die Station keinen Fahrstuhl besitzt. Direkt am Ausgang des U-Bahnhofes sehen Sie ein beeindruckendes Architekturdenkmal aus den Zeiten der Industrialisierung, die Borsigwerke. Der Blick fällt als erstes auf das 1898 erbaute Tor der ehemaligen Borsigwerke, welche einst zum zweitgrößten Lokomotivlieferanten weltweit zählten. Mit dem Borsigturm erhielt Berlin 1922 relativ spät und abseits des Stadtzentrums sein erstes Hochhaus. Nun geht's ins Grüne, an den zweitgrößten und für sein klares, sauberes Wasser bekannten See, den Tegeler See. Radeln Sie die Straße "Am Borsigturm" entlang und biegen rechts in den "Medebacher Weg" und dann links in die Veitstraße ein. Beim Eisenhammerweg geht eine kleine Straße ab, die Sie direkt zur Greenwichpromenade bringt.

Greenwichpromenade

Die Promenade am Tegeler See ist ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Schiffsanleger aus starten Schiffstouren über die Havel, den Wannsee und bis ins Regierungsviertel. An der Promenade, die vor einigen Jahren komplett neu gestaltet wurde, lohnt sich ein Spaziergang und im Sommer eine Pause mit einem erfrischenden Eis. Kreuzen Sie nun den Tegeler Hafen und den Tegeler Fließ und werfen Sie einen Blick auf die post-modernen Wohnbauten, die anlässlich der internationalen Bauausstellung 1984-1987 entstanden. An der Gabrielenstraße biegen Sie nach rechts ab.

Die zweite Abzweigung links ist die Adelheidallee, welche Sie zum Schloss Tegel, auch Humboldt-Schloss genannt, bringt. Der von Karl Friedrich Schinkel erbaute Herrensitz ist das Elternhaus der Brüder Humboldt. Heute befindet es sich in Privatbesitz, kann nur Montags mit bei einer Führung besichtigt werden. Wenden Sie und fahren Sie nun die Gabrielenstraße wieder zurück, bis Sie ans Ufer "Große Malche" gelangen. Etwa 300 Meter am Ufer nördlich schlägt die "Dicke Marie" ihre Wurzeln, welche mit ihren 800 Jahren als ältester Baum Berlins gilt. Der Legende nach haben die Brüder Humboldt den Baum nach ihrer beleibten Köchin benannt. Folgen Sie dem Weg Große Malche bis dieser in den Schwarzen Weg mündet. Weiter geht’s nach links und dann am Nordufer des Tegeler Sees entlang bis Tegelort. Radeln Sie am Seeufer gen Westen vorbei am Tegeler Forst. Nach etwa 2km erreichen Sie das Strandbad am Tegeler See, das inzwischen geschlossen ist.

Tourkarte

Auf der anderen Seite des Schwarzen Wegs sollten Sie übrigens auch einmal stoppen: Hier befinden sich Gehege für Wildschweine, Muffelwild und Dammwild. An der Gabelung des Schwarzen Wegs biegen Sie rechts in die Jörsstraße ein. Kurz bevor diese an der Havel endet, fahren Sie links in die Friederiekestraße. Am Tegelorter Ufer angekommen, können Sie anschließend mit der Fähre nach Spandau übersetzen und auf der Kieztour Spandau weiterradeln. Oder Sie nehmen die Strecke am Ufer wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Extratour für Süßschnäbel

Statt direkt zur U-Bahn-Station Borsigwerke zu radeln, empfiehlt sich ein Abstecher ins Märkische Viertel und zum Bahlsen Fabrikverkaufsladen. Wer Kekse mag und ein Schnäppchen machen möchte, verlässt nun das grüne, wasserreiche Tegel. Fahren Sie wieder zurück an der Dicken Marie und auf der Gabrielenstraße am Schloss Tegel vorbei, halten Sie sich dort aber rechterhand in der Straße An der Mühle. Diese kreuzt die Karolinenstraße und wird zum mehrspurigen Waidmannsluster Damm, der über einen Radweg verfügt. In der Ziekowstraße biegen Sie rechts ab. Bevor Sie den Nordgraben passieren, nehmen Sie links den Weg. Nach gut 1,5 km entlang des Nordgrabens passieren Sie den Steinberg Park. Durchqueren Sie diesen am Steinbergsee vorbei und gelangen über den Weg Am Packereigraben am Ausgang des Parks auf die Rosentreterpromenade. Gleich links radeln Sie in die Straße Lange Enden. Diese endet in der Hermsdorfer Straße, auf der anderen Seite führt Sie dann der Blomberger Weg weiter. Am Ende des Weges erreichen Sie die Cyclopstraße, welche Sie rechts hinein radeln. Den Görscheplatz fahren Sie links hinein, um dann scharf links in die Oranienburger Straße abzubiegen. Linkerhand sehen den Bahlsen Fabrikladen (Hausnummer 173).

Tipp: Bahlsen Fabrikverkaufsladen

Im Bahlsen Fabrikverkaufsladen können Sie Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 14 Uhr Kekse und Schokolade als Bruchware günstiger als im Laden kaufen. Wenn Sie das Gebäck bruchsicher im Fahrradkorb oder Rucksack verstaut haben, treten Sie wieder in die Pedale zurück in südliche Richtung der Oranienburger Straße und biegen links ab in die Schlitzer Straße. Dieser folgen Sie bis zum Ulrichsteiner Weg auf der rechten Seite. Nehmen Sie die 2. Straße links, die Maarer Straße, bis zum Engelroder Weg, den Sie rechts hineinfahren. Nun gelangen Sie auf die Finsterwalder Straße, die Sie direkt zum Seggeluchbecken und zum Märkischen Viertel bringt.

Das Märkische Viertel

Die Hochhaussiedlung von 1974 galt einst als Vorzeigeprojekt modernen Städtebaus, bevor sein Image negativ besetzt war. Heute hat sich das Image des Märkischen Viertel aufgrund zahlreicher Maßnahmen wieder zum Positiven gewandelt. Eine weitere, von der Größe vergleichbare, Großwohnsiedlung West-Berlins ist die Gropiusstadt in Neukölln. Markant und schon von weitem ersichtlich sind die Hochhäuser. Um zum Endpunkt der Tour zu gelangen, radeln Sie die Finsterwalder Straße zum Wilhelmsruher Damm. Biegen Sie rechts ab und folgen Sie diesem bis zum S+U-Bhf Wittenau (mit Aufzug). Von hier aus können Sie bequem die Heimreise antreten.