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Kitty-Kuse-Platz

Historischer Hot-Spot der Lesbenbewegung

Kitty Kuse, deren Namen dieser Platz in Schöneberg seit 1997 trägt, war eine herausragende Aktivistin der Lesbenbewegung der 1970er Jahre. Während der NS-Zeit sorgte sie für das Überleben der jüdischen Malerin Gertrude Sandmann. Eine Tafel an ihrem Wohnhaus in der Eisenacher Straße 89 erinnert an diese Künstlerin, die sich ebenfalls in der Lesbenbewegung engagierte.

Denn Frauen liebende Frauen waren lange Zeit in Verruf. Und doch war der Schöneberger Szene-Kiez in den 1920er Jahren mit den meisten Lesben-Lokalitäten Berlins ein unübertroffener Hot-Spot - und ist es bis heute.

Am heutigen Kitty-Kuse-Platz war einst die bekannte Kabarett-Sängerin, Claire Waldoff, zu Hause. Waldoff gilt als Synonym für die „Berliner Schnauze mit Herz“. 1989 wird eine Plakette an ihrem Wohnhaus in der Regensburgerstraße 33 eingeweiht. Und in der Leberstraße 65 befindet sich eine Erinnerungstafel am Geburtshaus von Marlene Dietrich. Sie wurde in ihrer Filmrolle im „Blauen Engel“ zum Sinnbild verführerischer Weiblichkeit und obendrein zum Butch-Idol.