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Berliner im Park
© visitberlin, Foto: Wolfgang Scholvien

Kitty-Kuse-Platz

Sichtbare Spuren der Lesben

Frauen liebende Frauen waren und sind weniger sichtbar. Auch in der Erinnerung. Obwohl der Schöneberger Szene-Kiez in den 1920er Jahren mit den meisten Lesben-Lokalitäten Berlins ein bis heute unübertroffener Hot-Spot ist.

Zu Hause war hier eine der bekanntesten Kabarett-Stars, Claire Waldoff, die ein  Synonym für die „Berliner Schnauze mit Herz“ ist. 1989 wird eine Plakette an ihrem Wohnhaus in der Regensburgerstr. 33 eingeweiht. In der Leberstraße 65 befindet sich eine Erinnerungstafel am Geburtshaus von Marlene Dietrich. Sie wurde in ihrer Filmrolle im „Blauen Engel“ zum Sinnbild verführerischer Weiblichkeit und obendrein zum Butch-Idol.

Den Namen von Kitty Kuse trägt seit Juni 1997 ein Platz in Schöneberg. Sie war eine herausragende Aktivistin der Lesbenbewegung der 1970er Jahre. Während der NS-Zeit sorgte sie für das Überleben der jüdischen Malerin Gertrude Sandmann. Und auch an diese Künstlerin, die sich ebenfalls in der Lesbenbewegung engagierte, erinnert seit 2014 eine Tafel an ihrem Wohnhaus in der Eisenacher Str. 89.