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Haus am Lützowplatz in Berlin
Haus am Lützowplatz © Haus am Lützowplatz, Foto: Jörg Reichhardt

Haus am Lützowplatz

Zeitgenössische Vielfalt

Berliner Treffpunkt für zeitgenössische Kunst: Das Haus am Lützowplatz lädt ein zu inspirierenden Begegnungen zwischen Kunst und Vorträgen.

In einem Gründerzeitgebäude aus dem 19. Jahrhundert befindet sich das Kulturzentrum Haus am Lützowplatz. Als Ausstellungsort für aktuelle Strömungen präsentiert es Werke nationaler wie internationaler Künstler. Dabei widmet es sich unterschiedlichen Stilrichtungen und Kunstgattungen wie Fotografie, Malerei oder Konzeptkunst. Begleitende Filmvorführungen, Vorträge oder aber Performances internationaler Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft runden das Programm ab. Außerdem steht das Haus am Lützowplatz nicht nur für namhafte Persönlichkeiten der Kunstszene offen. Vielmehr werden auch junge Künstler und Kuratoren gefördert. Jährlichrichtet das Haus am Lützowplatz bis zu acht Ausstellungen aus.

Wechselvolle Geschichte: Moderne Kunst und Kultur in einem geschichtsträchtigen Wohnhaus

Im Jahr 1873 errichtet der Architekt Wilhelm Neumann die Stadtvilla mit ihrer markanten neobarocken Fassade. Diese befindet sich an einem der einst schönsten Plätze Berlins. Nach der Vertreibung der jüdischen Besitzerfamilie übernimmt 1938 der Verein Berliner Künstler das Gebäude. Dieses wird 1943 durch Bombenangriffe schwer beschädigt und den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut. 1950 eröffnet das Kulturzentrum am Lützowplatz. Es folgen viel beachtete Ausstellungen. Die neue Berliner Institution präsentiert Werke von Klassikern der Moderne wie zum Beispiel Chagall oder Kokoschka. Führende Gewerkschafter und Sozialdemokraten West-Berlins gründen 1961 den Verein „Fördererkreis Kulturzentrum Berlin“. Damit wollen sie dem kulturellen Leben der Stadt neues Leben einhauchen. Der Verein kauft das mittlerweile Haus am Lützowplatz genannte Gebäude. Ab 1963 entwickelt es sich von einem Kulturclub zu einem Berlin prägenden Zentrum für zeitgenössische Kunst und gesellschaftliche Diskussion.

Entdecken Sie im Haus am Lützowplatz moderne Arbeiten im repräsentativen Ambiente des 19. Jahrhunderts. Bereits der Eingang verrät, wofür das Haus steht: Eine kunstvoll dekonstruiert wirkende Treppe aus Metall von Volkmar Haase führt in das Haus hinein. Und zwar über ein einstiges Fenster. Im Inneren empfangen Sie zwei Ausstellungsräume, die noch das großbürgerliche Flair dieses Ortes umweht. So stehen für größere Ausstellungen im Vorderhaus 240 Quadratmeter zur Verfügung. In den hellen Zimmern des ehemaligen Wohnhauses erleben Sie künstlerische Werke in einer entspannten, beinahe privaten Atmosphäre. In den 70 Quadratmeter großen Räumlichkeiten des Seitenflügels entdecken Sie zumeist Kabinettsausstellungen. Besonders beliebt und prägnant für das Haus ist der Hofgarten. Hier finden insbesondere im Sommer viele Veranstaltungen in geselliger Runde ihre Fortsetzung. Gerade die Mischung zwischen dem beschaulichen, fast romantischen Hinterhof und moderner Kunst verleiht diesem Ort seinen unvergleichlichen Esprit.

Besonderheiten und Highlights

  • außergewöhnliche Eingangstreppe von Volkmar Haase (1988)
  • zwei Ausstellungsräume von 210 Quadratmeter und 70 Quadratmeter Größe
  • Vorträge internationaler Persönlichkeiten
  • Arbeitsanweisungen für Kunst am Bau in farblichen Parolen an der Fassade
  • Hofgarten mit Terrasse

Attraktionen in der Nähe des Hauses am Lützowplatz

Nur 400 Meter vom Haus am Lützowplatz entfernt befindet sich das Bauhaus-Archiv. Das Museum für Gestaltung widmet sich der Geschichte der bedeutendsten Schule für Kunst, Design und Architektur im 20. Jahrhundert. In dem von Bauhaus-Gründungsdirektor Walter Gropius und für Berlin durch seinen Mitarbeiter Alex Cvijanovic und den Berliner Architekten Hans Bandel modifizierten Gebäude entdecken Sie Werke der bedeutendsten Lehrer und Schüler: Sehen Sie die weltweit größte Kollektion an Objekten, die das Wirken und den Einfluss der Schule anschaulich machen. Direkt um die Ecke befindet sich das Schwule Museum. Das Haus in der Lützowstraße beschäftigt sich mit schwuler, lesbischer, trans*identischer und bisexueller Kultur und Geschichte. Entdecken Sie hier regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen oder nutzen Sie die umfangreiche Bibliothek auf mehr als 1.600 Quadratmetern.

Unsere Empfehlungen für Ihren Besuch im Haus am Lützowplatz

Das Haus am Lützowplatz erreichen Sie am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit den U-Bahn-Linien U1, U2, U3 und U4 fahren Sie bis zum Nollendorfplatz. Von dort aus sind es nur noch sieben Minuten Fußweg bis zu Ihrem Ziel. Die Buslinien 100, 106, 187 sowie M29 bringen Sie direkt bis zum Lützowplatz. Bis auf Sonderveranstaltungen ist der Eintritt kostenlos.

 

Öffnungszeiten

Dienstag 11:00 – 18:00
Mittwoch 11:00 – 18:00
Donnerstag 11:00 – 18:00
Freitag 11:00 – 18:00
Samstag 11:00 – 18:00
Sonntag 11:00 – 18:00

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