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Gedenkstaette und Museum Sachsenhausen
Gedenkstätte Sachsenhausen © Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Foto: Lars Wendt

Gedenkstätte Sachsenhausen

Gedenkstätte und Museum

Die Gedenkstätte Sachsenhausen informiert Sie über das Konzentrationslager, das hier von 1936 bis 1945 und eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Reichsgebiet war.

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Am 21. März 1933 entsteht mitten im Stadtzentrum von Oranienburg bei Berlin in einer leeren Fabrik das erste Konzentrationslager in Preußen. Heute informiert Sie die Gedenkstätte Sachsenhausen über die Geschichte des Konzentrationslagers an authentischen Orten.

Das Konzentrationslager

Das Gelände der heutigen Gedenkstätte Sachsenhausen ist in der Zeit von 1936 bis 1945 eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Reichsgebiet. Im sogenannten T-Gebäude befindet sich die zentrale Verwaltung aller Konzentrationslager. Im sogenannten „Interessengebiet“ des Lagers sind in vielen Nebenlagern rund 200.000 Häftlinge untergebracht, die als Zwangsarbeitskräfte in den umliegenden Firmen versklavt und ausgebeutet werden. Mehrere 10.000 Häftlinge finden durch unmenschliche Arbeits- und Lebensbedingungen, brutale Behandlung, Folter, Vergasung, Erschießung und medizinische Experimente den Tod.

Im April 1945, die Rote Armee steht schon in der Nähe, räumt die SS das Lager und schickt die Häftlinge auf „Todesmärsche“, denen Tausende durch Entkräftung oder Erschießungen zum Opfer fallen. Eine Außenstelle der Gedenkstätte erinnert heute an den Todesmarsch mit einer Ausstellung im Belower Wald. Die sowjetische und polnische Armee erreicht am 22. und 23. April 1945 das Lager, in dem noch Hunderte nach der Befreiung an den Folgen der Haft sterben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Von 1945 bis 1950 wird das Lager als Speziallager des russischen Geheimdienstes NKWD genutzt. Dieses Lager ist ein so genanntes Schweigelager. Rund 60.000 Internierte leben hier unter schwierigsten Bedingungen. Etwa 12.000 von ihnen sterben an den Zuständen im Lager, durch Hunger und Krankheit.

Gedenkstaette und Museum Sachsenhausen
Eingang Gedenkstätte Sachsenhausen © Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Foto: Lars Wendt

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten; Fotos vom 70. Jahrestag der Errichtung des sowjetischen Speziallagers

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

1961 wird das Gelände zur Nationalen Mahn- und Gedenkstätte erklärt und zu einem Ort des Mahnens und Gedenkens in der DDR umgestaltet. Seit 1993 ist die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen Bestandteil der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. In den neunziger Jahren beginnt die denkmalgerechte Sicherung authentischer Orte, es werden 13 neue Dauerausstellungen eingerichtet und das Büro Prof. HG Merz entwirft für den zentralen Gedenkort, der Station Z, eine neue Rahmengestaltung.

Die Gedenkstätte versteht sich als ein offener Lernort. Hier können Sie sich dezentral an Originalplätzen, in Baracken, Zellen und der Verwaltungszentrale über das Konzentrationslager informieren. Im Besucherinformationszentrum werden Ihnen die Grundlagen für einen Besuch vermittelt und Sie erhalten einen Überblick über die Ausstellungen. Ein Besucherleitsystem bietet weitergehende Informationen und führt Sie zu den einzelnen Orten.

Infos für Schulklassen

Der Eintritt zur Gedenkstätte Sachsenhausen und den Ausstellungen ist frei. Für Schulklassen empfiehlt es sich, die Führungsangebote über das Gelände und durch die Museen wahrzunehmen.
Neben Überblicksführungen werden auch themenspezifische Rundgänge angeboten. Für Gruppen bis zu 15 Personen kostet die Führung 15 Euro, für größere Gruppen mit maximal 30 Personen 25 Euro. Eine vorherige Anmeldung ist notwendig.
Für Schulklassen gibt es einen Museumskoffer zur Vorbereitung des Besuches (geeignet ab 15 Jahren).
Führung und Filmvorführung sind nach Vereinbarung möglich. Die Museen und Filme sind für Kinder unter 10 Jahren nicht geeignet.

 

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