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Flussbad-Pokal
Teilnehmer des Flussbad-Pokals © Ostkreuz, Foto: Dawin Meckel

Flussbad Berlin

Schwimmen an der Museumsinsel

Ein Badeausflug in Berlins historischer Mitte. Was wie eine fantastische Utopie klingt, soll nach den Plänen des der 2012 gegründeten gemeinnützigen Vereins Flussbad Berlin e.V. spätestens im Jahr 2025 Realität sein.

Die Idee

Geplant ist ein 835 Meter langes Schwimmbecken im Spreekanal zwischen Schlossplatz und Bode-Museum, das der Allgemeinheit zur Verfügung stehen soll. Eine Biotoplandschaft und ein Schilfbecken sorgen in dieser Planung für die natürliche Reinigung des Flusswassers. Das Projekt setzt sich für eine nachhaltige und integrative Stadtentwicklung ein, zugleich soll die historische Funktion dieses Stadtgebiets durch eine erneute Nutzung wiederbelebt werden.

Als neuer öffentlicher Raum lädt das Flussbad zur Begegnung, zum Verweilen oder zum Schwimmen im sauberen Wasser ein - und das direkt in die Bwerliner Stadtmitte. Der neue Ort in der zunehmend repräsentativ geprägten historischen Mitte der Stadt erlaubt durch die sinnliche und alltägliche Nutzung beim Baden und Erholen eine neue Perspektive auf die historische Stadt.

Geschichte und Hintergrund

Die Initiative des Flussbads Berlin geht schon in die 1990er Jahre zurück. Die Projektidee stammt aus dem Jahr 1997 von den Künstlern und Architekten Jan und Tim Edler. Aber schon früher gab es in Berlin mehrere Fluss-Badeanstalten, eine davon direkt vor dem Berliner Schloss. Sie wurde 1924 aus hygienischen Gründen geschlossen, weil die Spree zu schmutzig geworden war. Und auch im Garten des ehemaligen Staatsratsgebäudes der DDR - heute befindet sich hier das historische Gartendenkmal im Hof der European School of Management and Technology (ESMT) - befand sich von 1897 bis 1925 eine historische Badeanstalt.

Information

Von Frühsommer 2017 bis Ende 2018 wird der Verein „Flussbad Berlin“ eine temporäre Informations- und Ausstellungsplattform für die Präsentation und Diskussion des Projekts Flussbad Berlin im Spreekanal und, um über eine Pilotanlage zur Spreewasserfilterung zu informieren. Die Terrassenanlage wird außerdem ein sommerlicher Veranstaltungsort und dient dabei gleichzeitig als historisches Fenster in die Berliner Flussbadekultur: Sie zeichnet den aus Skizzen rekonstruierten Grundriss des Schwimmerbeckens der „Doppel-Badeanstalt“ im Maßstab 1:1 nach, die zwischen 1895-97 im Mühlengraben eröffnet wurde.

Ergänzt wird die Informationsplattform am Ufer durch eine ebenfalls in Planung befindliche, schwimmende Pilotanlage zur natürlichen Reinigung des Spreewassers. Eingebaut in den historischen Finowmaßkahn „Hans-Wilhelm“ aus dem Bestand des Historischen Hafens Berlin soll hier über einen Zeitraum von zwei Jahren eine maßstäbliche Version des für das Flussbad geplanten, natürlichen Filtersystems betrieben werden.