Jason Kunwar
Anhand von Feldaufnahmen und Live-Instrumentalbegleitung greift er Lieder aus dieser althergebrachten mündlichen Überlieferung im östlichen Hügelland Nepals wieder auf, in denen Frauen ihren Erfahrungen von Abgeschiedenheit, ihrer Sehnsucht und den Nöten des Ehelebens Ausdruck verliehen haben.
Anstatt eine einzige, maßgebliche Version von Sangini zu rekonstruieren, arbeitet Kunwar mit Liedern, Erinnerungen und Fragmenten einer Tradition, die heute oft von den Dorfältesten am Leben erhalten wird. Die Performance holt die Stimmen von Müttern, Schwestern, Großmüttern und Töchtern in die Gegenwart und widmet sich einer Geschichte, in der das Leiden der Frauen so tief in die Gesellschaft eingewoben war, dass es zur Normalität wurde. Zudem zeigt sie auf, in welcher Weise ein Nachhall dieser Erfahrungen bis heute spürbar ist.
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