Die Begegnung folgt TRAUMAs Ansatz, interdisziplinäre Projekte zu entwickeln, die konventionelle Formate aufbrechen und unerwartete Verbindungen zwischen Klang, Bild und Bewegung herstellen. Zugleich markiert der Abend Thelonious Stokes’ ersten Auftritt in Deutschland.
In ihren sich kontinuierlich wandelnden Praktiken verwischen ihre aufgeladenen, fast theatralen Ausdrucksformen die Grenze zwischen Bild und Verkörperung und hinterfragen zugleich kollektive Vorstellungen von Darstellung und Bedeutung. Beide widmen sich einer radikalen Selbsterneuerung als Form der Subversion, die vertraute Ordnungssysteme behutsam verschiebt und Raum für kritische Reflexion schafft. Es ist eine besondere Gelegenheit, im Silent Green, der ehemaligen Krematoriumskapelle in Berlin, zwei unterschiedliche künstlerische Stimmen zu erleben, die sich mit wandelnden Formen von Identität auseinandersetzen.
JMSN stammt aus Detroit, Michigan, und ist Musiker, Produzent und Künstler. Bekannt ist er für seine unvergesslichen Live-Auftritte, seinen unverwechselbaren Sound und seine selbst inszenierten, starken Bildwelten. Nach einer Welttournee mit 100 Konzerten zum Album „Soft Spot“ haben sich dessen Seele und Energie sowohl in der Branche als auch beim Publikum durchgesetzt und viel Anerkennung erfahren, darunter auch virale Resonanz auf einige der herausragenden Songs wie „Soft Spot“, „Love Me“ und „Cherry Pop“.
Diese Intensität trifft auf THELONIOUS STOKES’ zeitgenössische Performance-Praxis, die die Beziehung zwischen Körper, Geschichte und Raum untersucht. Im Mittelpunkt von Stokes’ Arbeit steht die Auseinandersetzung mit „Blackness“ als einem Objekt, das den Schleier gravitativer Ordnung auflöst und nicht nur als Identität, sondern als atmosphärische Präsenz wirkt, die Wahrnehmung, Zeit und räumliche Logik kalibriert.
ÜBER TRAUMA
TRAUMA wurde 2018 gegründet und hat sich einen Ruf für disziplinübergreifende Projekte erarbeitet, die konventionelle Kunstformate hinterfragen und kollaborative Arbeiten an der Schnittstelle von bildender Kunst, Musik und Performance ermöglichen. Die Plattform stellt etablierte Hierarchien der Kunstwelt bewusst infrage, indem sie subkulturelle, jugendgetriebene und häufig marginalisierte Praktiken in neue Kontexte überführt, die andernfalls leicht exotisiert oder abgewertet werden. Nach sieben Jahren Programm in der Heidestraße in Berlin hat sich TRAUMA 2024 zu einer nomadischen kuratorischen Plattform entwickelt. Über Deutschland hinaus agiert sie zunehmend als internationaler Impulsgeber und konzeptionelle Infrastruktur, die sich ortsspezifisch anpasst und experimentelle, oft ephemere Begegnungen ermöglicht.
ÜBER DIE KÜNSTLER
JMSN gehört international zu den gefragtesten Performern und Produzenten der Musikindustrie. In einer über zehnjährigen Karriere hat er acht Studioalben und zwei Live-Alben veröffentlicht. Als prägende DIY-Figur steht er für eine Bewegung, die unabhängige Künstler darin bestärkt, ihre eigenen Wege in der Musikindustrie zu gehen, unabhängig von äußeren Umständen. Anerkennung erhielt er unter anderem von Größen wie Usher und Thomas McClary, Gründungsmitglied der Commodores. Zudem hat er mit Künstlern wie Kendrick Lamar, Mac Miller, J. Cole, The Game, Tyga, Ab-Soul, Kaytranada, Sada Baby, Sango, Ta-ku und Freddie Gibbs zusammengearbeitet.
THELONIOUS STOKES (geb. 1995) ist ein zeitgenössischer Künstler, der in den Bereichen Malerei, Performance und Design arbeitet. Mit einem disziplinierten und reflektierten Ansatz schafft Stokes Werke, die über das reine Spektakel hinausgehen, und begreift den Körper zugleich als Zeugen und Medium eines sich fortlaufend verändernden Verhältnisses zwischen Kunst und Gesellschaft. Seine Performances und Bildwelten erforschen „Blackness“ als ein Feld von Intensität: als Druck, als Bruchstelle und als Möglichkeit, neu darüber nachzudenken, wie Körper sich durch die Welt bewegen.
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