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Simone Scharbert führt uns mit ihrem neuen Roman »Rosa in Grau« (Voland & Quist, 2022) in psychiatrische Anstalten der Nachkriegszeit. An Orte, wo Menschen ohne Privatsphäre unter katastrophalen Bedingungen leben mussten. Erzählt wird aus der Perspektive einer jungen Mutter, die Anfang der 50er-Jahre in Haar-Eglfing eingeliefert wird. Wie so viele Frauen, die sich nicht in die Gesellschaft ihrer Zeit einfinden können. Frauen, die gezwungen sind, ihr eigenes Leben aufzugeben und Jahrzehnte in der Psychiatrie verwahrt zu werden.

PORTRAIT Simone Scharbert
PORTRAIT Simone Scharbert © promo

»Rosa in Grau« ist ein aufwühlender, sprachlich funkelnder Roman über Kontrollverlust und Grenzerfahrungen, über Liebe und Freundschaft. Und über die Kunst als letztes Refugium der Hoffnung.

An dem Abend wird Simone Scharbert nicht nur aus ihrem neuen Roman lesen, sondern im Gespräch mit Maria-Christina Piwowarski Themen wie feministisches Schreiben, Kunst an widrigen Orten sowie Menschliches und Unmenschliches in Psychiatrien der Nachkriegszeit ausloten.

Simone Scharbert, geboren in Aichach, hat Politikwissenschaft, Philosophie und Literatur in München, Augsburg und Wien studiert, anschließend in Politikwissenschaft promoviert. Sie lebt und arbeitet als freie Autorin und Dozentin in Erftstadt. 2017 erschien ihr Lyrikdebüt »Erzähl mir vom Atmen«, 2019 folgte ihr viel beachteter erster Roman »du, alice« über das Leben von Alice James.

Maria-Christina Piwowarski ist Buchhändlerin und Literaturvermittlerin in Berlin. Seit 2015 leitet sie die Buchhandlung Ocelot in Mitte und spricht im monatlichen Podcast »Letzte Lektüren« mit Ludwig Lohmann über zuletzt Gelesenes. Als Vielleserin und Buchexpertin war sie 2020 in der Jury des Deutschen Buchpreises.
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