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Ein literarischer Spaziergang durch Berlin-Mitte mit Anneke Lubkowitz

Caspar David Friedrichs "Wanderer über dem Nebelmeer" zeigt einen Mann. Dass das kein Zufall ist, weiß Anneke Lubkowitz – und hat sich aufgemacht, die Frauen aufzuspüren, die in der Geschichte des Wanderns systematisch übersehen wurden.

Am 3. Juli lädt das Mitte Museum zu einer besonderen Abendveranstaltung ein: Lubkowitz stellt ihr Buch Rebellinnen zu Fuß vor und verbindet die Lesung mit einem echten Spaziergang durch Berlin. Um 18 Uhr beginnt die Lesung im Mitte Museum in Wedding – einem Viertel, das Bettina von Arnim in ihren sozialkritischen Schriften der 1840er Jahre eindringlich beschrieben hat. Entlang der Straßen, die sie einst als Armenquartier dokumentierte, führt der gemeinsame Spaziergang ab 19 Uhr weiter nach Mitte, zur Buchhandlung Golda books and more, wo um 20 Uhr der zweite Teil der Lesung stattfindet.

Lubkowitz' Buch versammelt elf Schriftstellerinnen – darunter Sophie von La Roche, Mary Shelley, Else Lasker-Schüler und Annemarie Schwarzenbach –, die das Wandern als Form von Eigensinn und Weltaneignung entdeckt haben. Ihr Blick gilt nicht dem Naturerlebnis als Selbstzweck, sondern dem weiblichen Gehen als politischer und literarischer Praxis.

Anneke Lubkowitz, geboren 1990, studierte Literaturwissenschaften in Berlin und Edinburgh und promovierte über Nature Writing. 2020 erschien ihre Anthologie Psychogeografie. Sie lebt in Münster.

Die Veranstaltung ist kostenlos. Einzelne Teile können auch unabhängig besucht werden. Um Anmeldung wird gebeten: kontakt@goldabooks.de.

Für den Spaziergang bitte an entsprechende Kleidung und Wasser denken.

Termine
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