"Für Mick Jagger in den Knast"
Am 31. Oktober 1965 hatten sich in Leipzig hunderte Jugendliche versammelt, um gegen den Kahlschlag der Beatszene zu protestieren. 267 Jugendliche wurden "zugeführt".
Gegen 162 Beatfans verhängten Gerichte Strafen – viele mussten im Braunkohletagebau Schwerstarbeit verrichten. Damit war die Leipziger Beatdemo das größte Protest-Ereignis zwischen dem 17. Juni 1953 und der Friedlichen Revolution 1989/90.
Die Veranstaltung zieht Parallelen zwischen der damaligen Repression gegen die Jugend- und Musikkultur in der DDR und der heutigen Situation im Iran. Dort unterliegen Musik, Tanz und westliche Einflüsse strenger Zensur; insbesondere Frauen ist das öffentliche Musizieren untersagt. Das Podium beleuchtet, wie Künstlerinnen aus dem iranischen Exil diesen Einsatz für künstlerische Freiheit heute fortführen.
Programm:
Filmvorführung "Für Mick Jagger in den Knast" (2006, 45 min.) mit anschließender Podiumsdiskussion mit Gerhard Pötzsch (Zeitzeuge, Leipzig), Udo Gebhardt (Zeitzeuge, Halle), Juliane Thieme (Historikerin, Archiv der Bürgerbewegung Leipzig e.V.) und Faravaz (iranische Exil-Künstlerin und Sängerin).
Moderiert von Dagmar Hovestädt (Autorin/Moderatorin).
Veranstaltungsort: Stasi-Zentrale. Campus für die Demokratie, Haus 22. Das Haus ist nicht barrierefrei zugänglich.
Im Vorprogramm: Führung zum Stasi-Unterlagen-Archiv, Beginn 17:00 Uhr, Dauer: 45 Minuten
Treffpunkt: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Foyer "Haus 7"
Anmeldungen für die Führung unter: einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de
Zusätzliche Informationen
Informationen zur Barrierefreiheit
Haus 22 ist nicht barierefrei
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