Berlin atonal und unsound präsentieren im Kraftwerk Berlin the Infinite Now ein groß angelegtes kollektives Experiment, das sich jenseits traditioneller musikalischer Programmkategorien bewegt.
Konzipiert als durchgehendes, 30 Stunden dauerndes Projekt, entfaltet es sich als ein kontinuierliches Umfeld, in dem Klang, Präsenz, Ruhe, Gespräch und Aufmerksamkeit ohne Unterbrechung koexistieren können.
Statt einer Abfolge von Events bildet The Infinite Now eine kohärente, zeitliche Struktur, in der Publikum und Künstler sich denselben entwickelnden Raum teilen.
Das Projekt vereint zwei der einflussreichsten kuratorischen Kräfte der experimentellen Musik in ihrer ersten offiziellen Zusammenarbeit.
Über mehr als zwei Jahrzehnte hat Unsound ein internationales Netzwerk aufgebaut, das experimentelle Musik in bedeutende institutionelle Kontexte von Krakau über New York bis Adelaide einbettet.
Berlin Atonal, gegründet 1982 und 2013 neu gestartet, legt seit jeher einen Fokus auf die Schnittstelle von Klangkunst, Performance und zeitgenössischer Komposition an den Rändern der Genres.
Über Nacht, Tag und wieder Nacht, werden mehr als 20 Künstler*innen mit Live-Interventionen und lang anhaltenden Präsenzformen auftreten, die speziell auf den Kontext des Events abgestimmt sind.
Der Veranstaltungsort ist das Kraftwerk Berlin, das ehemalige Heizkraftwerk, das seit 2013 die Heimat von Berlin Atonal ist. Der Innenraum dient sowohl als Performancefläche als auch als sozialer Raum, der es den Teilnehmenden ermöglicht, zwischen fokussiertem Zuhören, peripherer Wahrnehmung und Ruhephasen nach eigenem Rhythmus zu wechseln.
The Infinite Now setzt eine Tradition erweiterter Werke fort, die die fragmentierte Zeitlichkeit konventioneller Festivalprogramme herausfordern. Es greift historische Vorbilder auf, darunter La Monte Youngs Dream House-Installationen und die Übernachtkonzerte der Fluxus-Bewegung. Zudem belebt es die Logik des beliebten The Long Now wieder, das von 2015 bis 2019 als einzigartige Veranstaltung im internationalen Musikkalender fungierte und von Berlin Atonal als Abschluss des Berliner Festspiele-Maerzmusik-Festivals kuratiert wurde.
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Mai 2026
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