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Musikfest Berlin 2023

Philippe Herreweghe und sein Collegium Vocale Gent widmen sich am 13. September beim Musikfest Berlin Johann Sebastian Bachs Opus Magnum, der Messe h-Moll.

Collegium Vocale Gent
Collegium Vocale Gent © Eric de Mildt

In seiner Messe h-Moll hat Johann Sebastian Bach quasi als Bilanz seines Komponistenlebens noch einmal vielfältige Einflüsse zu außergewöhnlicher Musik verschmolzen. Orchester und Chor des Collegium Vocale Gent stellen sich gemeinsam mit erfahrenen Solist:innen in den Dienst dieses überkonfessionellen Werks. Die Leitung hat Philippe Herreweghe.

Als Solist:innen sind dabei: Dorothee Mields, Margot Oitzinger, Alex Potter, Guy Cutting und Peter Kooij.

Seine erste musikalische Großtat erledigte Philippe Herreweghe bereits mit Anfang zwanzig. Noch während des Studiums gründete er nämlich jenes Ensemble, das inzwischen seit mehr als 50 Jahren untrennbar mit seinem Namen verknüpft ist, das Collegium Vocale Gent:

„Damals ging es in erster Linie darum, ein Bewusstsein für die richtige Phrasierung, Ornamentierung und Spieltechnik zurückzugewinnen. Erst nach zehn Jahren Lehrzeit habe ich es geschafft, diese Stilmittel als Handwerkszeug zu sehen, und mit ihrer Hilfe den Bach zu machen, von dem ich persönlich überzeugt bin.“

Herreweghe gilt mit seinem textorientierten und rhetorischen Ansatz als überragender Bach-Interpret und seine Lesarten mit historischem Instrumentarium und schlanker Chorbesetzung werden weltweit enthusiastisch aufgenommen.

Beim Musikfest Berlin sind Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent und Philippe Herreweghe mit Johann Sebastian Bachs letzter großer künstlerischer Arbeit zu Gast: der Messe h-Moll.

Bach schuf hier ein überkonfessionelles Werk, vertonte als protestantischer Kantor den lateinischen Text der katholischen Messliturgie. Mit der großen Vielfalt der musikalischen Formen und Stile, kontrapunktischer Dichte und konzertanter Leichtigkeit, kontemplativen Flächen und dramatischer Affektsprache bündelte er noch einmal den Reichtum seiner kompositorischen Möglichkeiten.

Kein Wunder, dass das 99-seitige Manuskript dieses außergewöhnlichen Werks, aufbewahrt in der Staatsbibliothek zu Berlin, heute zum UNESCO-Weltdokumentenerbe gehört.

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