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beate maria wörz ist konzeptionell arbeitende Bildhauerin und Zeichnerin. Mit ihrer auf den Ort bezogene Wandinstallation ‚Karat’ in der køniglichen Backstube hat sie sich mit der Bedeutung von Getreide als wichtigstem Grundnahrungsmittel in verschiedenen Regionen der Erde auseinandergesetzt.

Kornfeld
Kornfeld © tanja dickert

Ausgehend von den sieben Getreidesorten Weizen, Reis, Mais, Hirse, Gerste, Hafer und Roggen hat wörz sieben verschiedenen Tonschalen ein jeweils eigenes Kornmuster eingeprägt. In der auf die Wand reflektierenden goldfarbenen Außenhaut der Schalen scheint die Erinnerung auf an eine bis in das alte Ägypten zurückreichende Zeit.

Dort war damals Getreide so kostbar, dass es als Zahlungsmittel diente: 1 Karat wurde ursprünglich dem Gewicht von einem Samen des Johannisbrotbaums gleichgesetzt und entsprach im Mittelalter dem Gewicht von 3 Gerstenkörner oder 4 Weizenkörnern.

Die sieben Getreidebezeichnungen, geformt in Buchstaben aus Betonguss und als Schrift direkt auf der Wand, bringen in verschiedenen Sprachen die Vielfalt der Regionen der Welt ins Spiel, in denen Getreide als Hauptnahrungsmittel die Grundlagen menschlicher Existenz sichert.

Beton als Material thematisiert zugleich die zunehmende Zerstörung von Landschaft und Böden durch deren Versiegelung. Die unterschiedlichen Schriftebenen bilden zusammen mit den subtil strahlenden Schalen ein beeindruckendes Ensemble.

einszueins – Kunst in der køniglichen Backstube ist ein Projekt von Kati Gausmann.
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