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Anna Margolina vertont in ihrem neuen Programm und Studioalbum “Song Of A Girl” Gedichte der Lyrikerin Anna Margolin (1887–1952), mit der sie nicht nur den Namen, sondern auch ihr Herkunftsland teilt. Jazz verbindet sich mit Elementen aus Folk, Soul und Elektronik – gespielt von

einem versierten, internationalen Kollektiv.

Die aus einer traditionellen jüdischen Familie stammende Rosa Lebensboim emigrierte aus dem ehemaligen Belarus in das New York der 1920er Jahre und schrieb dort unter einem Pseudonym. Literaturkritiker waren überzeugt, dass derart starke Texte von einem Mann stammen müssten. Hier reflektiert die Band Margolins literarische Auseinandersetzung mit Tradition, Geschlecht, Geschichte, Religion und das allgemein menschliche Verlangen nach Liebe und Zugehörigkeit.

Wie auch in ihrem Debütalbum “One Endless Night” (2023, XJAZZ! Music) geht es der Sängerin um die Suche nach Identität und der Verschmelzung von Kulturen. Erstmals treten hier ihre Eigenkompositionen in Erscheinung: die Songs schreibt sie zusammen mit dem über die Landesgrenzen bekannten Bassisten Paul Kleber, Piano spielt Arseny Rykov und Schlagzeug Martin Krümmling.

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