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Die Vorona Galerie präsentiert die Ausstellung "Focus" mit Werken von Anastasia Tory, einer Keramikerin und Bildhauerin aus Odessa. Die Ausstellung zeigt, wie eine Künstlerin, die ins Exil gezwungen wurde – entwurzelt aus ihrer vertrauten Umgebung, ohne Werkzeuge und Materialien, ohne Atelier oder festen Wohnsitz – dennoch beginnt kreativ zu werden. Sie erhebt sich über die Katastrophe, findet einen neuen Atem und eine Wiedergeburt und entdeckt inmitten der fortwährenden Tragödien ein Gleichgewicht.


Alle Menschen müssen in ihrem Leben Prüfungen durchstehen, Verluste erleben und den Zusammenbruch von Hoffnungen und Idealen verkraften. Das Leid kann manche Menschen weiser und stärker machen, während es andere zerstört. Für Tory war die Erfahrung des Exils ein existenzieller Schmelzofen, in dem die durch Trennung, erzwungene Vertreibung und Verlust verursachten Emotionen verschmolzen. Die kreative Auseinandersetzung mit dieser Erfahrung wurde für die Künstlerin zu einem Weg des Heilens und zur Entdeckung eines positiven Lebensgefühls.

Während ihrer zwei Jahre im Exil gab es, wie Tory zugibt, "eine Verschiebung des Fokus". Die Konzentration auf das Positive und das Zurückdrängen der Dunkelheit an den Rand des Bewusstseins hebt die negative Komponente der Existenz nicht auf, verleiht aber den künstlerischen Ausdrucksformen eine tiefere Bedeutung.

"Focus" ist die zweite Ausstellung von Tory in Berlin. Die erste Ausstellung "Born – die – born – die - born" fand im August 2022 statt. Tory floh im Frühjahr 2022 von Odessa nach Deutschland vor Raketenangriffen und der drohenden Besetzung durch russische Truppen. Die Künstlerin arbeitet derzeit in England.
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