Vortrag und Gespräch: European Societies and the Holocaust
Die wachsende Zahl mikrohistorischer Studien, die sich mit der Tatbeteiligung an bestimmten Orten oder den weitaus selteneren Fällen von Rettung und Überleben befassen, bedarf der Einbeziehung in eine umfassendere paneuropäische Betrachtung.
Ausgehend von ihrer früheren Arbeit zu dem Buch Bystander Society und basierend auf ihren aktuellen Forschungen für ein Buch über das Verstecken vor dem Holocaust widmet sich Mary Fulbrook in diesem Vortrag dem breiteren gesellschaftlichen Hintergrund und bewertet die Implikationen für Darstellungen in Museen, Bildung und historischen Berichten.
Mary Fulbrook, FBA, ist Professorin für deutsche Geschichte am University College London (UCL) und ehemalige Dekanin der Fakultät für Sozial- und Geschichtswissenschaften des UCL. Sie ist Autorin zahlreicher Monografien, darunter Bystander Society: Conformity and Complicity in Nazi Germany and the Holocaust (2023), das mit dem Wolfson History Prize ausgezeichnete Reckonings: Legacies of Nazi Persecution and the Quest for Justice (2018) sowie das mit dem Fraenkel-Preis ausgezeichnete A Small Town near Auschwitz: Ordinary Nazis and the Holocaust (2012).
Darüber hinaus hat sie mehrere Bücher über die DDR sowie allgemeine Einführungen in die deutsche Geschichte veröffentlicht, darunter zuletzt Ten Moments that Shaped Berlin (2025). Zu den von ihr herausgegebenen Publikationen gehört, gemeinsam mit Jürgen Matthäus, The Cambridge History of the Holocaust, Vol. 2 (2025).
Sie ist Mitglied zahlreicher internationaler wissenschaftlicher Beiräte, darunter der Wissenschaftliche Ausschuss des United States Holocaust Memorial Museum.
- Veranstaltung in englischer Sprache
- Mit einem musikalischen Beitrag von Studierenden der Barenboim-Said Akademie
Zusätzliche Informationen
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