Direkt zum Inhalt
Deutsches Historisches Museum in Berlin
Außenansicht Deutsches Historisches Museum © ©2009 BTM/Scholvien

Deutsches Historisches Museum

Im Deutschen Historischen Museum zwischen Kunst und Alltag

Große Geschichte und Alltagskultur – das Deutsche Historische Museum nimmt Sie mit auf eine Zeitreise durch 2.000 Jahre deutscher Vergangenheit.

Untergebracht im barocken Zeughaus Unter den Linden erzählt das Deutsche Historische Museum 1.500 Jahre deutsche Geschichte. Auf 8.000 Quadratmetern und mit 7.000 Exponaten werden Ihnen die Eroberungen Karls des Großen, Luthers Thesenanschlag, der Beginn des Zweiten Weltkriegs und das Wunder der deutschen Wiedervereinigung nahegebracht. Ein Rundgang bringt Sie vom frühen Mittelalter bis in die Gegenwart. Alles ist chronologisch angeordnet. Die Exponate - aus der rund 1 Million Objekte umfassenden Sammlung - wechseln auf spannende Weise zwischen Kunst und Alltagsgegenständen: Gemälde historischer Szenerien neben Ritterrüstungen oder Vorwerkstaubsauger neben DDR-Notenblättern.

Ein Rundgang vom Mittelalter bis in die Gegenwart

Bundeskanzler Helmut Kohl unterschreibt im Jahr 1987 das Gründungsdokument zum Museum – passend zur 750-Jahr-Feier der Stadt. Ein regelrechter Geschichtsboom schafft die richtige Basis für das große Projekt. Die Bundesregierung ist überzeugt von dem ambitionierten Plan. Den Grundstein legt sie noch im Spreebogen West-Berlins. Als die Mauer fällt, kommt dann doch alles anders: Die noch ganz junge Stiftung „Deutsches Historisches Museum“ erhält alle relevanten Sammlungen und zieht ins Zeughaus. Im Jahr 2003 kommt für Sonderausstellungen der Neubau des berühmten Architekten Ieoh Ming Pei dazu heute eine Architekturikone. Die große Dauerausstellung, durch die Sie heute gehen, öffnet im Jahr 2006. „Deutsche Geschichte in Bildern und Zeugnissen“ ist ihr Titel und umfasst zwei Etagen mit neun Epochen, gefüllt bis obenhin mit Kunst und Geschichte. Sie können ganz chronologisch anfangen, und zwar im Obergeschoss. Das frühe Mittelalter führt Sie zu ganzen Ritterrüstungen, die sich Ihnen im Detail präsentieren. Filigran bestickte Uniformröcke sind es dann zur Zeit der Fürsten um 1750. Zur Kaiserzeit finden Sie sich vor zweirädrigen Hochrädern und ersten Automobilen wieder. Der Rundgang bringt Sie weiter in das Erdgeschoss. Bilder und alte Wahlplakate erzählen Ihnen hier von der Weimarer Republik. In den Räumen nach 1945 geht es um die schwierige Zeit des Neuaufbaus. Original CARE-Pakete aus den USA und Landkarten zu den deutschen Besatzungszonen zeugen davon. Ihr Rundgang führt Sie schließlich zu einem originalen Stück der Berliner Mauer und weiter bis in die 90er. Zwar sprechen alle Exponate über historische Prozesse, umwälzende Ereignisse und doch vor allem über den Menschen, der dahintersteht. So geht es dabei nicht nur um große Geschichte und epochemachende Figuren, sondern auch um kleine Alltäglichkeiten. Immer wieder lässt Sie das Deutsche Historische Museum in das ganz alltägliche Leben der Menschen eintauchen. Es zeigt Almosenschüsseln, angesagte Damenmode aus dem 19. Jahrhundert oder auch Eintrittskarten für die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse.

Höhepunkte im Deutschen Historischen Museum

  • die 3,5 Meter hohe Wappensäule von Kap Cross aus Stein (1486)
  • Gemälde Martin Luthers von Lucas Cranach d. Ä. (1529)
  • 22 Reliefe sterbender Giganten unter dem Glasdach des Schlüterhofs (Andreas Schlüter, um 1690)
  • Relikt aus der Schlacht von Waterloo: Napoleons Zweispitz (1815)
  • Personal Computer „PC 1715“ aus der DDR (1989)

Mehr Museen und Gedenkstätten in der Nähe

Vom Deutschen Historischen Museum aus können Sie gleich nebenan die Neue Wache besuchen. Es ist die zentrale Gedenkstätte für Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. In dem schlicht gehaltenem Raum sitzt die Bronzeskulptur „Mutter mit totem Sohn“ von Käthe Kollwitz und regt zu einem Moment des Innehaltens an. Nur ein paar Minuten entfernt liegt das Forum Willy Brandt Berlin. Hier erfahren Sie quasi alles über den vierten Bundeskanzler: über Brandts Weg vom Arbeiterjungen in Lübeck bis zum weltweit geachteten Staatsmann. Die Kunstsammlung des Deutschen Bundestags stellt regelmäßig wechselnde Ausstellungen aus und zeigen Werke aus der aktuellen Kunstszene. Circa 15 Minuten brauchen Sie vom Zeughaus zum Tränenpalast. „GrenzErfahrungen – Alltag der Deutschen Teilung“ heißt hier die Dauerausstellung. Die alte Halle am einstmals geteilten Bahnhof Friedrichstraße zeigt, wie man sich als DDR-Ausreisender gefühlt haben muss. Das DDR Museum wiederum präsentiert den realen Alltag eines DDR-Bürgers. Sie können eine simulierte Trabi-Fahrt unternehmen und Schränke durchstöbern, der Musik vom Karat-Plattenspieler lauschen und sogar eine Plattenbauwohnung betreten. Nur 800 Meter weiter entsteht das Berliner Stadtschloss mit dem Humboldt Forum neu.

Tipps von visitBerlin für Ihren Besuch

Zum Deutschen Historischen Museum kommen Sie am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die S-Bahn-Haltestellen Hackescher Markt und Friedrichstraße liegen zehn bis fünfzehn Minuten Fußweg entfernt. Die nächste U-Bahn-Station ist der Alexanderplatz. Die Busse 100, 200 und TXL halten fast direkt vor dem Eingang. Autofahrer können imn der Tiefgarage unter dem Bebelplatz oder im City Quartier Dom Aquarée kostenpflichtig parken. Mit der Berlin WelcomeCard bekommen Sie 25% Rabatt auf den Eintrittspreis. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen das Museum kostenlos besuchen. Es hat auch montags geöffnet. Zu den öffentlichen Führungen (kostenpflichtig) brauchen Sie sich nicht vorher anmelden, sondern einfach pünktlich zum genannten Treffpunkt erscheinen. Gruppen und Schulklassen buchen spezielle Führungen im Voraus. Im Zeughaus befindet sich auch das Zeughauskino, ein Programmkino mit interessanten Filmreihen. Häufig ergänzen sie auch die Sonderausstellungen im Deutschen Historischen Museum.

Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 18:00
Dienstag 10:00 – 18:00
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 18:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00

Hier finden Sie weitere Informationen

Für Sie auf Barrierefreiheit geprüft