Um die Situation zu deeskalieren, wirft Alvaro seine Waffe fort – doch ein Schuss löst sich, und der Vater stirbt. Mehr und mehr werden die Figuren in einen Strudel von Schuld, Rache und Verfolgung gezogen.
In La forza del destino erzählt Giuseppe Verdi eindringlich von existenziellen Konflikten und stellt sie in einem musikalischen Bilderbogen immer wieder großen Gesellschaftsbildern zwischen religiöser Frömmigkeit und Kriegstaumel gegenüber.
Weit gespannte Arien eröffnen seelische Abgründe, kraftvolle Ensembles und Chortableaus treiben die bisweilen ironische Unausweichlichkeit des Geschehens voran.
Mit Philippe Jordan dirigiert ein arrivierter Kenner von Verdis Musik. Vasily Barkhatov führt die Erzählung immer wieder auf das traumatische Ereignis zu Stückbeginn zurück und spürt aus verschiedenen Perspektiven nuanciert dem Seelenleben der Figuren nach.
Besetzung
- Musikalische Leitung: Philippe Jordan
- Inszenierung: Vasily Barkhatov
- Bühne: Christian Schmidt
- Kostüme: Kirsten Dephoff
- Licht: Alexander Sivaev
- Einstudierung Chor: Dani Juris
- Donna Leonora di Vargas: Lise Davidsen
- Don Alvaro: Freddie De Tommaso
- Don Carlo di Vargas: Igor Golovatenko
- Il Marchese di Calatrava, Padre Guardiano: Roberto Tagliavini
- Preziosilla, Curra: Marina Prudenskaya
- Fra Melitone: Ambrogio Maestri
- Mastro Trabuco: Álvaro Diana
Zusätzliche Informationen
Oper in vier Akten (1862, 1869)
- Musik von Giuseppe Verdi
- Text von Francesco Maria Piave, Neufassung von Antonio Ghislanzoni
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln