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Tempelhofer Feld
Das Tempelhofer Feld am Abend © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Tempelhofer Feld

Exerzierplatz, Flughafen, Picknickwiese

Die Berliner freuen sich über ihr traditionsreiches Naherholungsgebiet. Denn der ehemalige Flughafen Tempelhof ist wieder ein Volkspark.

Ursprünglich war das Tempelhofer Feld ein Parade- und Exerzierplatz. Am Wochenende und an Feiertagen - sobald das Militär den Platz räumte - strömten die Berliner zu Tausenden von Berlin nach Tempelhof, um dort ihre Freizeit zu verbringen. Ganze Familien kamen mit Fresskörben, Liegestühlen und Sonnenschirmen, um dort zu picknicken. Anfang der 1920er Jahre entstand dort der Flughafen Tempelhof. Nach der Schließung des Flughafens im Jahr 2008 hat Berlin die 386 Hektar große Freifläche und eines der größten Gebäude der Welt in zentraler Lage für die öffentliche Nutzung zurückgewonnen.

Heute bietet das Areal eine sechs Kilometer Fahrrad-, Skater- und Joggerstrecke, zweieinhalb Hektar Grillfläche, eine rund vier Hektar große Hundewiese sowie einen riesigen Picknick-Bereich.

Freiheit für die ganze Familie

Tempelhofer Feld
Auf dem Tempelhofer Feld © visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Das Tempelhofer Feld bietet Familien an windigen Tagen nicht nur beste Möglichkeiten, Drachen steigen zu lassen. Dank der vielen asphaltierten Strecken, die unter anderem einst Startbahnen waren, und wegen des Fehlens jeglichen motorisierten Verkehrs, können hier kleine und große Sportler auch gefahrlos Skateboard, Inline-Skates, Fahrrad- oder Einradfahren üben. Auch mitgebrachte Hunde können hier nach Herzenslust toben – ohne andere Besucher zu stören. Denn drei eingezäunte Hundeauslaufflächen sorgen dafür, dass Tier und Mensch sich nicht in die Quere kommen. Noch mehr innerstädtische Natur ist im Urban-Gardening-Bereich zu bestaunen, wo Anwohner und andere Interessierte auf selbst gezimmerten Hochbeeten Salat, Möhren oder Tomaten züchten. Die drei Eingänge (Columbiadamm, Tempelhofer Damm und Oderstraße) sind von Sonnaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet.

Auf den Spuren der Geschichte

Insgesamt reicht die Geschichte des Tempelhofer Feldes mehr als 700 Jahre zurück. Tempelhof, dieser Name verweist auf einen Ordenssitz der „Tempelritter“. Ob als Paradeplatz des Soldatenkönigs im 18. Jahrhundert oder als Landeplatz unter Kontrolle der alliierten Schutzmächte Berlins nach dem 2. Weltkrieg bis in die 1990er Jahre - fast durchgängig wurde das Feld militärisch genutzt. Und noch schlimmer: Nach der großen Propagandakundgebung am 1. Mai 1933 wurde im „Columbiahaus“ am Nordrand des Feldes von den Nationalsozialisten das einzige offizielle Konzentrationslager der SS auf Berliner Stadtgebiet eingerichtet und in einem Barackenlager mussten Zwangsarbeiter für die Kriegsproduktion arbeiten. Aber während der Berlin-Blockade 1948/49 versorgten dann die West-Alliierten die Bevölkerung hier über die legendäre „Luftbrücke“ mit allem Überlebensnotwendigen. Ein Informationspfad mit 20 Erinnerungs- und Gedenkorten auf dem Tempelhofer Feld informiert in Text und Bild zur Geschichte des Ortes.

Rund um das Tempelhofer Feld

Sicherlich das das riesige Tempelhofer Feld das Highlight des Kiezes, aber in den Straßen rundum ist auch jede Menge los. In unmittelbarer Nähe liegen das Fliegerviertel, die Papestraße und der Schwerbelastungskörper, die Ihnen weitere Geschichten und Weltgeschichte zu erzählen haben.

Mehr über Berlins Kieze verrät Ihnen unsere Berlin-App Going Local.

Öffnungszeiten

7:30 – 17:00 Januar , 7:00 – 18:00 Februar , 6:00 – 19:00 März , 6:00 – 20:30 April , 6:00 – 21:30 Mai , 6:00 – 22:30 Juni , 6:00 – 22:30 Juli , 6:00 – 21:30 August , 6:00 – 20:30 September , 7:00 – 19:00 Oktober , 7:00 – 18:00 November und 7:30 – 17:00 Dezember

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