Das 18. Jahrhundert war das Jahrhundert des Porzellans. Unter Fürst:innen, Aristokrat:innen und vermögendem Bürgertum war man regelrecht süchtig nach dem „weißen Gold“, man sprach von der „maladie de porcelaine“.
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Kleine Platte in Fächerform (Detail), Delft, „De Grieksche A“, Samuel van Eenhorn, Fayence
Chinese mit Tschinellen (Detail), Königliche Porzellanmanufaktur Berlin, Friedrich Elias Meyer, um 1768 Porzellan mit Aufglasur- und Goldmalerei
Vase mit chinesischen Figurenszenen, Delft, „Het Moriaenshooft“, Rochus Jacobsz Hoppesteyn, um 1686/90
Schale mit gelbem Tiger und Schachbrettmuster, Detail, Königliche Porzellanmanufaktur Meißen, um 1740
Musizierende Gesellschaft (Detail), Fulda, um 1770, Porzellan
Die Kaffeetrinkerin (Detail), Ludwigsburg, Johann Christian Wilhelm Beyer, Porzellan
Kandelaber, sog. Elefantenleuchter, Detail, Kgl. Porzellanmanufaktur Meißen, Johann Joachim Kaendler, Johann Benjamin Thomae, Porzellan, um 1735
Wer sich das exklusive Porzellan nicht leisten konnte, griff zur Fayence, um seine Tafeln, Konsolen, Kaminsimse und Kommoden zu schmücken.
In der Ausstellung gibt es verschiedene Themenfelder:
Wie verlief der Weg des Porzellans von Asien nach Europa?
Inwieweit spiegeln sich in der Porzellan- und Fayencekunst die aristokratischen Lebensweisen des Rokoko wider?
Welche gestalterischen Besonderheiten gab es, und wie waren die Herstellungstechniken?
Dass Porzellan bis heute für Gestalter:innen aktuell ist, wird exemplarisch unter dem Aspekt „Porzellan und 3D Druck“ beleuchtet.
Das Kunstgewerbemuseum arbeitet kontinuierlich an der Neupräsentation seiner Bestände, der Vielfalt der Sammlungsteile entsprechend in unterschiedlichen Formaten. Die europäischen Porzellane und Fayencen des 18. Jahrhunderts bilden einen Kernbereich des Museums und sind von herausragender Qualität.
Eine Dauerausstellung des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin.