Erla S. Haraldsdóttir
In ihrer zweiten Einzelausstellung in der Gallery Gudmundsdottir widmet sich die isländische Künstlerin Erla S. Haraldsdóttir der Wechselwirkung von Raum, Licht und Farbe.
Im Zentrum der Schau steht die ortsspezifische Auseinandersetzung mit der Architektur des Ausstellungsortes, die Haraldsdóttir durch Malerei und Zeichnung dekonstruiert und neu interpretiert.
Das zentrale Triptychon Extended Corner (2025–2026) dient hierbei als Ankerpunkt, indem es die physischen Gegebenheiten der Galerie in der Joachimstraße visuell erweitert und die Wahrnehmung des realen Raumes durch projektive Linienführungen herausfordert.
Ergänzt wird die malerische Position durch graphitbasierte Papierarbeiten, die mittels Gold- und Silberblattakzenten die Wandelbarkeit von Lichtverhältnissen und Oberflächenstrukturen untersuchen. Haraldsdóttir, deren multidisziplinäres Werk international unter anderem im Moderna Museet Stockholm und in der Berlinischen Galerie gezeigt wurde, verbindet in ihrer Praxis formale Strenge mit narrativen Elementen.
Die Ausstellung thematisiert das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Vision und dem institutionellen Raum und lädt dazu ein, die Grenzen zwischen persönlicher Erinnerung und architektonischer Realität zu reflektieren.
Öffnungszeiten:
Di–Sa | 13–18 Uhr
Eintritt frei