Direkt zum Inhalt
Gedenkstätte Hohenschönhausen
© visitBerlin, Foto: Dirk Vogel, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen

Führung durch das ehemalige Stasi-Gefängnis

44 Jahre politische Verfolgung: In der Gedenkstätte Hohenschönhausen kommen Sie Berlins dunkler DDR-Geschichte auf die Spur.

Zahlreiche DDR-Oppositionelle, Fluchthelfer:innen und Ausreisewillige - als politisch Inhaftierte kennen viele die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit. Heute erinnert die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen an die Geschichte politischer Repression. Zeitzeugen und Historiker:innen führen Sie über das Gelände, das für 44 Jahre Ort politischer Verfolgung war. Große Teile der Gebäude sind erhalten geblieben und vermitteln Ihnen einen authentischen Eindruck von den Haftbedingungen zwischen 1946 und 1990. Kein Wunder, dass die Gedenkstätte jährlich mehr als 400.000 Besuchende zählt.

Gedenkstätte Hohenschönhausen
, © visitBerlin, Foto: Dirk Vogel, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Inhaftiert in Hohenschönhausen

Die Dauerausstellung Inhaftiert in Hohenschönhausen – Zeugnisse politischer Verfolgung 1945- 1989 präsentiert auf 700 qm seltene Objekte sowie zahlreiche historische Dokumente und Fotografien zum Haftort Hohenschönhausen, darunter Kleidung und Häftlingsbriefe. Sie zeichnet den Alltag der Inhaftierten ebenso wie die Geschichte des ehemaligen Stasi-Gefängnisses nach. Erstmals wird in einem separaten Teil der Ausstellung auch die Welt der Täter beleuchtet.

Gedenkstätte Hohenschönhausen
, © visitBerlin, Foto: Dirk Vogel, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

In Zwangsgemeinschaft

Die Ausstellung In Zwangsgemeinschaft. Die Arbeitskommandos der Strafgefangenen in Hohenschönhausen erschließt den bislang nicht zugänglichen Küchentrakt des Gefängnisses. Die Ausstellung nimmt die Lebens- und Arbeitsbedingungen der hier tätigen weiblichen Strafgefangenen in den Blick. Besucherinnen und Besucher können sie mithilfe von Tablets eigenständig erkunden. Frauen wurden in der Gefängnisküche, als Reinigungskräfte sowie beim Nähen, Waschen und Bügeln eingesetzt. Volumetrische Aufnahmen von Betroffenen in 3D ermöglichen zudem eine virtuelle Begegnung mit früheren Inhaftierten

Geschichte: Von der Großküche zum Stasi-Gefängnis

Auf dem Gelände einer ehemaligen Großküche im Nordosten Berlins wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein sowjetisches Speziallager errichtet. Nach der Schließung des Lagers im Oktober 1946 entstand im Keller des Gebäudes das zentrale sowjetische Untersuchungsgefängnis für Ostdeutschland. 1951 übernahm das Ministerium für Staatssicherheit den Bau, erweiterte ihn 1961 durch einen Neubau und nutzte ihn bis 1989 als zentrale Untersuchungshaftanstalt. Tausende politisch Verfolgte waren an diesem Ort inhaftiert, darunter fast alle bekannten DDR-Oppositionellen.
Die Untersuchungshaftanstalt befand sich in einem militärischen Sperrbezirk, der von der Außenwelt hermetisch abgeschottet wurde. Das Gebiet war ab den 1970er Jahren auf keinem Ostberliner Stadtplan eingezeichnet. Heute steht das Gelände der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen wie wenige andere Orte in Deutschland für die Geschichte politischer Verfolgung in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR.

Zeitzeugen erzählen

Besonders bewegend ist ein Rundgang mit einem der vierzig ehemals Inhaftierten, die heute als Referenten tätig sind und der Ihnen von seinen persönlichen Erlebnissen erzählt. Es sind genau diese authentischen Zeitzeugenberichte, die so viele Besucher:innen nach Hohenschönhausen ziehen.

Gedenkstätte Hohenschönhausen
, © visitBerlin, Foto: Dirk Vogel, Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Ihr Besuch

Für alle öffentlichen Rundgänge empfiehlt sich die Buchung eines Tickets online. Die Ausstellungen können auch ohne eine Führung kostenfrei besucht werden.
Weitere Informationen zu Rundgängen und Führungen finden Sie auf der Webseite, ebenso zum digitalen Bildungsangebot der Gedenkstätte Hohenschönhausen.
 

Infos für Schulklassen

Schulklassen können das ehemalige Stasi-Gefängnis im Rahmen einer Führung besichtigen. Die Gedenkstätte bietet darüber hinaus Seminare und Projekttage für Schulklassen an. Aufgrund des großen Interesses sollten Sie rechtzeitig einen Termin anfragen. Ferner gibt es Fortbildungsangebote und Unterrichtsmaterial zum kostenfreien Download für Lehrer.

 

Öffnungszeiten

Montag 10:00 – 18:00
Dienstag 10:00 – 18:00
Mittwoch 10:00 – 18:00
Donnerstag 10:00 – 18:00
Freitag 10:00 – 18:00
Samstag 10:00 – 18:00
Sonntag 10:00 – 18:00