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Alte Gräber auf dem Jüdischer Friedhof in der Schönhauser Allee
Jüdischer Friedhof, Schönhauser Allee Berlin wikimedia, Foto: Manfred Brueckels (CCBY SA3-0)

Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee

Für immer und ewig

Die Grabsteine stehen eng zusammen. Manche lehnen aneinander, andere sind umgestürzt. Efeu und wilder Wein bedeckt den Boden; durch Ahorne, Linden und Kastanien fällt streifiges Licht auf nahezu 25.000 Gräber.

Hier währt die Ruhe der Toten ewig: Ein jüdischer Friedhof darf niemals aufgegeben werden.

Der 1827 geweihte Friedhof war über 50 Jahre die einzige Begräbnisstätte der Berliner Juden. Er liegt im Dreieck zwischen Schönhauser Allee, Kollwitz- und Knaackstraße. Hier stand früher eine Brauerei und noch heute finden sich auf dem Gelände Reste von Zisternen. In einer von ihnen versteckten sich in den letzten Kriegswochen 1945 junge Deserteure. Sie wurden von der Gestapo entdeckt und an Friedhofsbäumen erhängt.

Zuletzt begraben wurden Vera Frankenberg, ein kurz vor Kriegsende auf dem Friedhof von einer Granate tödlich getroffenes junges Mädchen, und Martha Liebermann, die Frau des Malers Max Liebermann. Sie ging in Erwartung ihrer Deportation 1943 in den Freitod, lag in Weißensee begraben, wurde 1960 umgebettet und ruht seitdem neben ihrem Mann.

Überwucherte Grabsteine auf dem Jüdischer Friedhof in der Schönhauser Allee
Jüdischer Friedhof in der Schönhauser Allee wikimedia, Foto: Manfred Brueckels (CCBY SA3-0)

Öffnungszeiten

Montag 8:00 – 16:00
Dienstag 8:00 – 16:00
Mittwoch 8:00 – 16:00
Donnerstag 8:00 – 16:00
Freitag 7:30 – 13:00