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Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee
Jüdischer Friedhof Weißensee © visitBerlin, Foto: Doris Poklekowski

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Jüdischer Friedhof Weißensee

Im Himmel, unter der Erde

Der Jüdische Friedhof in Weißensee ist der größte in Europa. Er ist ein faszinierender Ort voller Geschichte und voller Geschichten.

Ein verwunschener Ort, ein Labyrinth in einem Urwald. Überwucherte Wege mit versunkenen Grabsteinen, Stille, nur ein Vogel zwitschert. Schattige Bäume über den Gräbern und Säulen und monumentale Mausoleen. Ein Ort voller Geschichte und voller Geschichten.

Der Jüdische Friedhof Weißensee ist der größte jüdische Friedhof in Europa. Das weitläufige Gelände ist von Bäumen überdacht, die ihm einen märchenhaften Charakter verleihen. Über 100.000 Grabstellen befinden sich auf dem weitläufigen Gelände. Zahlreiche bekannte Berliner Persönlichkeiten haben auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe gefunden, darunter der Maler Lesser Ury, der Komponist Louis Lewandowski, der Kaufhaus-Gründer Tietz und Samuel Fischer sowie Rudolf Mosse.

Geschichte des Friedhofes

1880 legt die Jüdische Gemeinde Berlin den Friedhof in Weißensee an, da der bereits bestehende Friedhof in der Schönhauser Allee zu klein geworden ist. Neben schlichten Gräbern schmücken prächtige Mausoleen die Grabstellen, die von neuem Selbstbewusstsein der assimilierten Berliner Juden zeugen.
 
Während der Zeit des Nationalsozialismus verstecken sich einige Juden auf dem unübersichtlichen Gelände in den Mausoleen, um der Verfolgung zu entgehen. Illegal in Berlin lebende Juden werden heimlich auf dem Friedhof beerdigt.

Nach dem Krieg ist auch die Jüdische Gemeinde in Berlin geteilt: Es gibt nur eine kleine jüdische Gemeinde in Ost-Berlin. Erst in den 70ern erkennt der Ostberliner Magistrat den Friedhof als Denkmal der Kulturgeschichte an. Den geplanten Bau einer Hochstraße lässt Erich Honecker, nach dem ihn der damalige Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in West-Berlin, Heinz Galinski, darum bittet, stoppen.

In den letzten Jahren haben Sanierungsarbeiten auf dem Gelände begonnen.

Gedenkorte

Gleich im Hof am Haupteingang erinnert ein Mahnmal an die Opfer der Shoa. Inmitten eines Kreises steht ein Gedenkstein mit der Inschrift  „Gedenke Ewiger was uns geschehen. Gewidmet dem Gedächtnis unserer ermordeten Brüder und Schwestern 1933 – 1945 und den Lebenden die das Vermächtnis der Toten erfüllen sollen. – Die Jüdische Gemeinde zu Berlin“. Im Kreis um den Gedenkstein liegen flache Blöcke mit den Namen der ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager.

Auf dem Gelände befindet sich außerdem ein Urnenfeld, auf dem die Asche der im Konzentrationslager Verstorbenen begraben ist. Grabsteine erinnern an die Toten, die kein Grab besitzen. Dahinter liegt das das Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen jüdischen Soldaten. Eine Gedenktafel in der Ehrenreihe ehrt den antifaschistischen Widerstandskämpfer Herbert Baum und die Mitglieder seiner Widerstandsgruppe.

Tipp: Im Film "Im Himmel, unter der Erde" erzählt die Regisseurin Britta Wauer warmherzig und informativ von dem Friedhof und den Menschen, die ihn prägten.

Digitales Leitsystem

Mithilfe eines digitalen Leitsystems können Sie sich vor Ort mittels eines QR-Code in deutscher und englischer Sprache über die Geschichte der Friedhöfe sowie über einzelne Grabmale und die dort bestatteten Personen informieren. Abrufbar sind die Informationen auch über www.jg-berlin.org. Das Leitsystem umfasst die jüdischen Friedhöfe in der Großen Hamburger Straße, in der Schönhauser Allee und in Weißensee.

Bitte beachten: Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen. Kippas liegen am Eingang bereit.

Weißensee

Der Kiez in Weißensee wird immer beliebter: Junge Familien, Kreative und Senioren wissen die grüne Umgebung samt Strandbad zu schätzen. Schlendern Sie doch auch einmal durch das Viertel und essen in einem der neu eröffneten Cafés.

Mehr über Berlins Kieze verrät Ihnen unsere Berlin-App Going Local.

 

Öffnungszeiten (Zusatzinfos)
Hauptsaison  
Mo - Do 7:30 Uhr - 17.00 Uhr
Fr 7.30 Uhr - 14.30 Uhr
So 8.00 Uhr - 17.00 Uhr
Nebensaison  
Mo - Do 7.30 Uhr - 16.00 Uhr
Fr 7.30 Uhr - 14.30 Uhr
So 8.00 Uhr - 16.00 Uhr

Samstags (Schabbat) und an Feiertagen geschlossen. Kopfbedeckung erforderlich