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Historische Mühle Sanssouci
Historische Mühle im Park von Sanssouci © Foto: Rüdinger

Historische Mühle im Park von Sanssouci

Geschichte und Getreideverarbeitung

Potsdams Historische Mühle mit herrlicher Aussicht auf weltberühmte Schlossanlagen. Erleben Sie ein spannendes Bauwerk Potsdamer Handwerksgeschichte.

Wenn Sie im Berliner Telefonbuch den Namen „Müller“ nachschlagen, werden Sie 7.938 Einträge finden. Diese ungewöhnlich hohe Zahl zeugt davon, dass Berlin und Umgebung einst von Mühlen geprägt ist. Mitte des 18. Jahrhunderts stehen in Potsdam 21 Exemplare. Zu ihnen gehört auch die Historische Mühle im Park von Sanssouci. Bereits seit 1858 außer Betrieb, brennt sie in den letzten Kriegstagen 1945 ab. Nach ihrer Rekonstruktion eröffnet sie 1993 an gleicher Stelle as Schau und Museumsmühle. Seitdem erfahren Sie in dem faszinierenden Gebäude Wissenswertes über die Geschichte und die Technik der Getreideverarbeitung. Erleben Sie dabei den Prozess des Mahl-, Aussieb- und Abfüllvorganges mit Ihren eigenen Augen.

Besuch in einem produzierenden Museum

Schon von Weitem sehen Sie die sich gemächlich im Wind drehenden Flügel der Historischen Mühle direkt neben dem Schloss Sanssouci. Beim Näherkommen hören Sie das Klappern des Mahlwerks. Im Inneren des pittoresken Bauwerks begrüßt Sie gleich im Erdgeschoss der erste Themenbereich der Dauerausstellung. Dieser befasst sich mit Mühlen in der Kulturlandschaft Potsdams. Über eine Wendeltreppe erreichen Sie die erste Ebene. Anhand von Schautafeln und Ausstellungsstücken informieren Sie sich über die Technik der Windmühlen. Auf dem nächsten Boden erfahren Sie alles über die Geschichte. So geht der Mühlenstandort auf eine 1738 in Betrieb genommene Bockwindmühle zurück. Diese wird 1791 durch eine Holländermühle ersetzt. Das neue Modell dient ab 1861 bis zu ihrer Zerstörung 1945 als Museum. Die heutige Historische Mühle wird zwischen 1983 und 1993 nach altem Vorbild wieder rekonstruiert. Um zusätzliches Wissen bereichert, betreten Sie den sogenannten Galerieboden. Von der Galerie aus stuert, dreht und bremst der Müller die Flügel der Mühle. Wieder im Inneren, begeben Sie sich zunächst auf den Sichter- oder Mehlboden. Danach besteigen Sie über eine Holztreppe den Mahl- oder Steinboden sowie, ganz oben, den Kappboden. Einst ein normaler Arbeitsplatz, vermittelt die Mühle auf allen Ebenen ein wohliges, nostalgisches Flair: Das Quietschen der Dielen und der Geruch von Holz verbreiten eine sinnliche Stimmung. Die Zahnräder oder aber Mahlwerke umfangen Sie mit dem anheimelnden Hauch von guter, echter Handarbeit. Nach so viel Mehlstaub und altertümlicher Technik kehren Sie noch einmal auf die Galerie zurück. Genießen Sie von hoch oben den Panoramablick über den Park von Sanssouci.

Besonderheiten der Historischen Mühle

  • Dauerausstellung über das Müllerhandwerk (auf dem 1. Boden)
  • Dauerausstellung über die Mühlengeschichte in Potsdam (auf dem 2. Boden)
  • Dauerausstellung über die Mühlenerhaltung (auf dem Galerieboden)
  • Arbeitsstation mit Handdrehmühle und Siebtisch zum Benutzen für Besucher (auf dem Sichterboden)
  • Steinkran mit ausrangiertem Mühlstein aus Sandstein (auf dem Mahlboden)

Traumhafte Schlösser in und um Sanssouci

Von der Historischen Mühle aus lohnt sich immer ein Abstecher zum Schloss Sanssouci. Nur ein kleiner Gang durch den Park und Sie stehen davor. Den Rokokobau errichtet König Friedrich II. zwischen 1745 und 1747 auf den Weinbergterrassen. Das Motto des Lustschlosses Sans Souci bedeutet Ohne Sorge. Ein Spaziergang von circa 30 Minuten bringt sie zum Lustschloss Belvedere. Die prächtige Doppelturmanlage im Stil einer italienischen Renaissancevilla krönt seit 1863 den Pfingstberg. Von hier aus haben Sie einen atemberaubenden Ausblick über Potsdam.

Unsere Tipps zum Besuch der Historischen Mühle

Die Buslinien 614, 650 und 695 halten fast direkt vor der Tür: Bis zur Haltestelle Maulbeerallee sind es nur 100 Meter Fußweg. Mit der Berlin WelcomeCard erhalten Sie Rabatt auf den Eintritt für einen Erwachsenen nebst Kind. Kleine Besucher bis 6 Jahre dürfen die Mühle kostenfrei besichtigen. Für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren ist der Besuch ermäßigt.

 

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