Direkt zum Inhalt
Wassersportcenter Berlin (muss genannt werden!)
© visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle

Grünauer Wassersportmuseum

Sportgeschichte zum Anfassen in Ufernähe

ACHTUNG: Bis zum Ende der Bauarbeiten sind in einer Interimsausstellung aktuell 130 Exponate aus über 180 Jahren im Olympia-Café am Dahme-Ufer zu sehen. Das Grünauer Wassersportmuseum dokumentiert die Geschichte des Berliner Wassersports.

Bitte um Beachtung: Die derzeitigen, Covid-19-bedingten Öffnungs- und Schließzeiten sowie die besonderen Hygieneregeln entnehmen Sie bitte der Webseite.

Im Südosten Berlins, auf dem ehemaligen olympischen Regattagelände von 1936, befindet sich das Grünauer Wassersportmuseum. Die Stiftung Stadtmuseum und der Bezirk Köpenick zeigen aktuell 130 Exponate in einer Interimsausstellung. Diese entführen Sie auf eine Zeitreise – angefangen bei den ersten Rudervereinen auf Dahme und Spree bis hin zum Spitzensport an historischem Ort. Hierzu gehören unter anderem Ruderboote von den Olympischen Spielen 1936. Darüber hinaus sind Werbeposter und Plaketten aus der damaligen Zeit wie auch originale Medaillen und Sportabzeichen Teil der Ausstellung.

Berlin und seine Seen: die Geschichte des Wassersports seit 1835

Berlins Wassersportgeschichte beginnt im Jahr 1835. Zu diesem Zeitpunkt finden sich in Strahlau die ersten Segler zusammen. 1868 organisieren sie die erste Regatta von Bammelecke nach Köpenick. 1876 gründet sich dann der erste Ruderverein, und nur vier Jahre später entsteht in Grünau eine Regattastrecke. Der damals noch vor den Toren Berlins gelegene Ort entwickelt sich so zum Mekka der Ruderer. 1925 gibt es bereits mehr als 100 Ruderclubs. In den internationalen Fokus rückt Grünau 1936 zu den Olympischen Spielen. Nach dem Zweiten Weltkrieg führen die Sportverbände der DDR die Rudertradition fort. Bis zum Ende der sozialistischen Republik trainieren hier einige ihrer wichtigsten Wassersportler.


Ab 1980 sammelt der Lehrer und Ruderer Werner Philipp Exponate, aus denen das Grünauer Wassersportmuseum hervorgehen soll. Seit 1994 ist die Sammlung im Besitz der Stadt Berlin. Das Museum wirft einen spannenden Blick auf die Gesamtentwicklung des Ruderns in Berlin – und seines politischen Kontextes. So beschreibt die Ausstellung die Bedeutung jüdischer Clubs und Arbeitervereine im 20. Jahrhundert. Zielsetzung ist es, nicht nur den Sport an sich, sondern auch dessen soziale, politische wie auch regionale Rolle zu beleuchten.


Das Museum befindet sich in einem flachen Clubheim unterhalb der Tribüne der Regattastrecke in Grünau. Ihr Besuch führt Sie in schlicht gehaltene, helle Ausstellungsräume, in denen die einzelnen Objekte gut zur Geltung kommen. Hier reihen sich diverse Kanus, Ruderboote, Kanupolos und Drachenboote aus unterschiedlichen Zeiten aneinander. Besonders sehenswert sind Ruderboote von der Olympiade 1936, von Europa- und Weltmeisterschaften sowie DDR-Rudermeisterschaften. Entdecken Sie hier auch Überreste des Deutschen Sportdenkmals: 1898 zu Ehren Kaiser Wilhelms I. eingeweiht, reißt die DDR-Regierung 1973 dieses Einheits-Monument ab. Einige der steinernen Zeugen der Geschichte, die vor der Zerstörung gerettet werden konnten, stehen hier zur Ansicht.

Highlights des Grünauer Wassersportmuseums

  • Historische Ruderboote der Olympiade 1936 und aus der DDR
  • Fotografien, Plakate und Medaillen aus der Zeit des wilhelminischen Kaiserreiches
  • Überreste des Deutschen Sportdenkmals
  • Wimpel, Fahnen und Embleme der hiesigen Wassersportclubs
  • Zeitschriften und Informationsstände über den Frauensport, den Schulsport und jüdische Vereine

Sehenswürdigkeiten in und um Grünau

Wir empfehlen Ihnen die historische Gaststätte Schmetterlingshorst als Ausflugsziel an der Dahme im Bezirk Köpenick. Schon im 19. Jahrhundert kommen Wassersportler hierher, um sich zu erholen. Heute besichtigen Sie hier eine umfangreiche Schmetterlingssammlung mit etwa 3.500 Präparaten. Ebenfalls lohnenswert ist ein Besuch des Museums im Wasserwerk am Müggelsee. Zum Zeitpunkt seiner Inbetriebnahme 1893 ist das Wasserwerk das modernste seiner Art in Europa. Die Anlage in Friedrichshagen fasziniert mit seinen gut erhaltenen Pumpwerken und der im Original erhaltenen Maschinenhalle.

Unsere Tipps für Ihren Besuch

Fahren Sie mit einer der S-Bahnen S46, S8 oder S85 zum Bahnhof in Grünau. Von hier aus gehen Sie etwa 15 Minuten zu Ihrem endgültigen Ziel an der Regattastrecke. Alternativ nutzen Sie die Tramverbindung 68. Das Wassersportmuseum Grünau ist nur saisonal zwischen April und Oktober zugänglich. Im Winter können Sie das Haus auf Anfrage und gegen Spende besichtigen. Für Führungen wird ebenfalls um einen kleinen Obolus gebeten.

Öffnungszeiten

Mittwoch 10 – 16 Uhr
jeden letzten Samstag im Monat 10 – 16 Uhr

Sonderöffnungszeiten auf Nachfrage

© visitBerlin, Foto: Dagmar Schwelle