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Szenische Lesung mit Willi van Hengel & Magnus Tautz

Das Dasein ästhetisch rechtfertigen – und sich dabei zuschauen. Oder sich eingestehen, dass man eigentlich gar nicht versteht, was in der Welt geschieht. Oder das Ganze herumdrehen: Nicht-Verstehen als ethische Grundlage eines Lebens betrachten. Wie wäre es mit einer Poesie der Gleichgültigkeit? Einer Haltung, die dennoch nichts unberührt lässt – wäre dies ein erster Schritt? Und wohin?


Willi van Hengel hat einen Reigen seiner bisher erschienenen Texte komponiert. Ergebnis ist ein facettenreicher Flickenteppich, der existenziellen Fragen auf die Spur kommt und doch nie zu Ende geknüpft werden kann. Seine Poesie ist zärtlich, seine Pose experimentell und klar, kontrastiert und begleitet von den Pianoklängen von Magnus Tautz.

Willi van Hengel, geboren 1963, hat Philosophie, Germanistik und Politische Wissenschaften in Bonn studiert. Nach dem Magisterabschluss über Nietzsche und Derrida (was sein Lebensthema blieb) begann er literarisch zu schreiben und veröffentlichte 2006 seinen ersten Roman »Lucile«. Danach folgten 2008 »Morbus vitalis« und schließlich 2010 der Gedichtband »Wunderblöcke«. Zwischenzeitlich zog es ihn der Liebe wegen nach Berlin-Weißensee, wo auch seine beiden Theaterstücke »De Janeiro« (2018) und »flanzendörfer« (2021) aufgeführt wurden. Van Hengel arbeitet als Schriftsteller und Lektor für Verlage sowie im Deutschen Bundestag.

Magnus Tautz, geboren 1968, hat Germanistik und Theologie in Erfurt und Berlin studiert, ist als Lehrer in Brandenburg tätig und lebt in Berlin. Er veröffentlichte Lyrik und Kurzgeschichten in Anthologien und Zeitschriften, u. a. im »poesiealbum«. Er ist Mitglied der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik (GZL) und inszeniert eigene Texte und Songs in Theaterprojekten. Seit 2017 ist er Mitglied der Kabarettgruppe »Die Lehrkörper« und als Musiker Teil der Kellerband »Die goldenen Gitarren«.