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Die JULIA STOSCHEK FOUNDATION präsentiert in Berlin eine Sammlung von Werken von 35 Künstler:innen aus den 1960er Jahren bis zur Gegenwart, die sich mit den Schnittstellen von Performance und Video auseinandersetzen.

Die Gruppenausstellung mit dem Titel "Unbound: Performance as Rupture" untersucht, wie Künstler:innen zu verschiedenen Zeiten den Körper in Bezug zur Kamera gesetzt haben. Dabei haben sie Ideologien der Unterdrückung abgelehnt, historische Erzählungen durchbrochen und Konzepte von Identität erschüttert.


Diese Ausstellung bringt Werke aus der Julia Stoschek Collection mit Leihgaben in einen Dialog und verfolgt verschiedene Schnittstellen zwischen Performance und Videokunst seit den 1960er Jahren bis heute.
Dabei liegt ein besonderer Fokus auf Darstellungen von Brüchen, Unterbrechungen und Zerstörungen.

Die aufkommende Performancekunst in der Mitte des 20. Jahrhunderts sorgte durch die Verschmelzung von Kunstobjekt, Künstler:in und Aktion für eine Erschütterung im westlichen Kunstverständnis. Dieses Streben nach Befreiung der Kunst durch den Körper ist ein gemeinsames Motiv hinter den verschiedenen Ansätzen der gezeigten Werke. Gleichzeitig brachte die junge Videotechnologie um dieselbe Zeit eine bedeutende Veränderung in der Art und Weise mit sich, wie Bewegungen aufgezeichnet, bearbeitet, wiedergegeben und präsentiert wurden. Dieser Wandel verbindet die frühen Experimente mit Videokunst mit den heutigen Nutzungsmöglichkeiten in sozialen Medien und darüber hinaus.

Die Ausstellung schafft einen Dialog zwischen historischen Arbeiten von Künstler:innen wie Eleanor Antin, Peter Campus, VALIE EXPORT, Sanja Iveković, Ulysses Jenkins, Joan Jonas, Lutz Mommartz, Senga Nengudi, Howardena Pindell, Pope.L und Katharina Sieverding sowie Werken einer jüngeren Generation von Künstler:innen wie Panteha Abareshi, Ufuoma Essi, Shuruq Harb, Tarek Lakhrissi, mandla & Graham ClaytonChance, Lydia Ourahmane, Sondra Perry, Akeem Smith und P.Staff.

Zur Begleitung von "Unbound: Performance as Rupture" wird eine Publikation veröffentlicht, die eine allgemeine Einführung sowie kurze Texte enthält, die die einzelnen Kunstwerke in Bezug zu den Themen der Ausstellung setzen (bei einem Besuch der Ausstellung kostenlos erhältlich). Außerdem sind öffentliche Gespräche, Screenings und ein Podcast geplant, um die Ideen der Ausstellung weiter zu beleuchten und zu vertiefen.

Kuratorin:
Lisa Long

Assistenzkuratorin:
Line Ajan

Künstler:innen:
Panteha Abareshi, Eleanor Antin, Salim Bayri, Nao Bustamante, Matt Calderwood, Peter Campus, Patty Chang, Julien Creuzet, Vaginal Davis, Ufuoma Essi, VALIE EXPORT, Cao Guimarães, Shuruq Harb, Sanja Iveković, Ulysses Jenkins, Joan Jonas, Stanya Kahn, Tarek Lakhrissi, Klara Lidén, mandla & Graham Clayton-Chance, Lutz Mommartz, Senga Nengudi, Mame-Diarra Niang, Lydia Ourahmane, Christelle Oyiri, P.Staff, Manfred Pernice, Sondra Perry, Howardena Pindell, Pope.L, Pipilotti Rist, Katharina Sieverding, Akeem Smith, Gwenn Thomas

Zusätzliche Informationen
AUSSTELLUNGSDAUER

14. September 2023 – 28. Juli 2024

ERÖFFNUNG
13. September, 18 – 22 Uhr

ÖFFNUNGSZEITEN
Samstag und Sonntag, 12 – 18 Uhr

EINTRITT
5 Euro

DEUTSCHSPRACHIGE FÜHRUNG
Sonntag, 15 Uhr

ENGLISCHSPRACHIGE FÜHRUNG
Samstag, 15 Uhr

Anmeldungen unter www.jsfoundation.art

Informationen zur Barrierefreiheit

BARRIEREFREIER ZUGANG

Die Ausstellung „Unbound“ findet im Erdgeschoss und dem Obergeschoss der Julia Stoschek Foundation Berlin statt.

Der Zugang zum Obergeschoss ist nicht barrierefrei. Für den Besuch mit Rollstuhl oder Kinderwagen wird um vorherige Anmeldung über visit.berlin@jsfoundation.art gebeten, um den Zugang zu gewährleisten.

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