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Auf den großen Namen antiker Stoffe liegt das Heldentum oft wie ein
schillernder Schutzfilm, der ein in die Tiefe greifen nicht einfach
macht. Doch was passiert bei dem Versuch durch den Schimmer zu blicken,
ihn Schicht für Schicht abzuziehen? Diese Odyssee will keine Geschichte von Erfolg erzählen, wenn überhaupt
vom Gegenteil. Sie zeigt auf die Risse in der Haut ihres Protagonisten
und gräbt sich mit den Händen hinein. Odysseus erscheint als ein Mann,
der umherirrt, umtrieben von Kriegstrauma und Heimatsuche, der, sollte
man ganz genau hinschauen, auch nicht frei von Angst ist. Schon eine
Last, stets Held zu spielen! Aber vielleicht steckt im Scheitern auch
irgendetwas Schillerndes. Mila Suttree zeichnet in diesem einstündigen Monologstück ein
eigenwilliges und vielschichtiges Portrait einer der bekanntesten
Figuren der griechischen Antike.

Termine
April 2026
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