Kontraste, Rhapsodien und Aphorismen
Sie starb vor 10 Jahren am 4. Mai 2016 und fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee. Nach ihrem Tod wurde die Dwight und Ursula Mamlokstiftung zur Förderung von Interpretinnen und Interpreten zeitgenössischer Musik gegründet.
Konzert: Sonntag, 28. Juni 2026, 19 Uhr, Konzerthaus Berlin (Werner-Otto-Saal)
Track3
Taavi Orro, Klarinette; Elijah Spies, Viola; Shan-Chi Hsu, Klavier
Sie kommen aus Taiwan, Estland und den USA und realisieren mit unterschiedlichen Stimmen neue musikalische Visionen. Seit 2024 musizieren sie gemeinsam im Trio Track3 – der Name steht symbolisch für drei Wege, die sich kreuzen. Dieses Jahr werden sie mit dem Dwight und Ursula-Mamlok-Ensemble-Preis ausgezeichnet. Im Herbst 2026 wird Track3 „Umbruch/Turning Point“ in der Konzertreihe „Unerhörte Musik“ in Berlin uraufführen, ein Multimedia-Projekt, im Fokus Komponist*innen aus von faschistischen Tendenzen bedrohten Ländern.
Rachel Koblyakov
Die Violinistin Rachel Koblyakov erhält den Mamlok-Solopreis. Sie studierte an der Juilliard School NY und am Conservatoire Supérieur National de Musique de Paris. Sie tritt international mit klassischem und zeitgenössischem Repertoire auf, u. a. beim Festival Printemps des Arts de Monte-Carlo, Tongyeong International Music Festival Südkorea, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Philharmonie de Paris, beim Lucerne Festival und in den USA.
Programm:
- Ursula Mamlok Aphorisms I für Violine solo
- Farnaz Modarresifar soleil, seulement le soleil für Violine solo
- Pierre Boulez Anthèmes für Violine solo
- Hanurij Lee Stuff#2B für Klarinette, Viola und Klavier (Auftrag von Track3)
- Ursula Mamlok Rhapsody für Klarinette, Viola und Klavier
- György Kurtág „Hommage à R. Sch.“ op.15d für Klarinette (auch große Trommel), Viola und Klavier
- Johannes Staud Towards a Brighter Hue für Violine solo
- Márton Illés Scene polidimensionali X „Vonalterek“ für Klar., Viola und Klavier
- Ursula Mamlok From My Garden für Violine solo
Laudatio: Holger Groschopp, Pianist
Moderation: Bettina Brand, Managerin der Mamlokstiftung
Die Preise werden am Konzertabend übergeben.
Die Berlinerin Ursula Mamlok (1923-2016) entkam der Verfolgung der Nazis über Ecuador in die USA, wo sie zu einer der bedeutendsten Komponistinnen avancierte. 2006 zog sie wieder nach Berlin und startete eine zweite Karriere. Sie starb vor 10 Jahren am 4. Mai 2016 und fand ihre letzte Ruhestätte auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee. Nach ihrem Tod wurde die Dwight und Ursula Mamlokstiftung zur Förderung von Interpretinnen und Interpreten zeitgenössischer Musik gegründet.
Zusätzliche Informationen
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