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Zweifellos eine der bekanntesten Melodien der Operngeschichte – das ist der populäre Gefangenenchor «Va pensiero» aus Nabucco, der zu Verdis Zeit sogar als heimliche Nationalhymne Italiens galt. Daneben war es aber auch Verdis untrügliches Gespür für theaterwirksame Situationen, das Nabucco zum ersten großen Erfolg des Komponisten machten; auch fand Verdi hier zu seiner ganz persönlichen musikdramatischen Sprache.

Den wirkmächtigen, kontrastreichen Chorszenen, die den babylonisch-hebräischen Konflikt, die Zerstörung des ersten Tempels zu Jerusalem und das babylonische Exil der Juden zum Thema haben, steht die Geschichte vom Zerfall einer Herrscher-Familie gegenüber:

Abigaille und Fenena sind Halbschwestern, die beide den jungen Juden Ismaele lieben; ihr Vater, der Babylonierkönig Nebukadnezar, verfällt Wahnsinn und Verzweiflung.

In der Titelpartie ist mit Nicola Alaimo ein charismatischer Bariton zu erleben, der ganz in der italienischen Tradition zuhause ist, neben ihm die strahlkräftige Saoia Hernández als Abigaille.

Mit Antonino Fogliani steht ein feuriger Verdi-Dirigent am Pult.

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Mit englischen Übertiteln

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