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Lange vor der cineastischen Popularität von Downton Abbey oder der Jane Austen-Mode wurde die ruchlose Innenwelt des britischen Landadels zum Schauplatz der italienischen Oper. Mit seiner Vertonung von Walter Scotts Erfolgsroman The Bride of Lammermoor schuf Gaetano Donizetti 1835 ein dramma lirico, das bis heute als Inbegriff der italienischen Romantik gilt.

Die in Schottland um 1700 angesiedelte Tragödie ist auch das berühmteste Beispiel für die Transformation des virtuosen Belcanto-Stils in eine hoch expressive Stilisierung emotionaler Extremzustände und enthält die wohl berühmteste Wahnsinnsszene der italienischen Oper.

Die Inszenierung von Filippo Sanjust beschwört mit gemalten Kulissen und Rampenlicht die Atmosphäre eines Opernabends aus der Entstehungszeit des Werks.

Michele Spotti, Principal Guest Conductor der Deutschen Oper Berlin, dirigiert zum ersten Mal in seinem neuen Amt die Ensembles des Hauses.

Als Lucia begegnen wir der virtuosen Nina Minasyan, und als Edgardo kehrt mit Xabier Anduaga einer der brillantesten Belcanto-Tenöre zurück auf unsere Bühne.

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