In ihrer Praxis greift Mila Panić auf sprachliche und performative Elemente des Stand‑up Comedy zurück. Geprägt von ihren eigenen Erfahrungen – dem Aufwachsen im zerfallenden sozialistischen Jugoslawien, der rassistisch‑ethnonationalistischen Gewalt und der Vertreibung durch den Bosnienkrieg – wird morbider Humor für sie zu einem Werkzeug. Sie nutzt ihn, um Geschichten und Themen zu bearbeiten, die häufig verdrängt, tabuisiert oder zensiert werden. Dadurch stellt die Künstlerin den Status quo des Sagbaren und des kollektiven Gedächtnisses infrage.
Panićs Performances schaffen einen Raum, in dem sich individuelle Erzählungen mit umfassenderen gesellschaftlichen Realitäten und vergangene mit gegenwärtigen, politischen Ereignissen überlagern.
Hinweis:
In der Performance kommt explizite Sprache zum Einsatz und es werden Rassismus und andere Formen von Gewalt verhandelt.
Zusätzliche Informationen
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