Nicht im Sinne von „freier Liebe“, oder durch die rosarote Brille, auch nicht nur im romantischen Sinn, sondern als eine Art zu sein, eine Art zu sehen. Vielleicht sogar als eine politische Handlung.
Wie Bell Hooks schreibt: „Liebe ist eine aktive Kraft, die uns in Gemeinschaft mit der Welt bringt.“ Was würde es bedeuten, Liebe auf diese Weise zu realisieren, bewusst, täglich? Und können Menschen diese Haltung in ihre künstlerischen Prozesse einbringen? Wie können sie einander wirklich begegnen, mit offenen Augen, mit Achtsamkeit? Wie schaffen wir Räume, in denen sie nicht nur Einverständnis suchen, sondern darüber hinaus, vor allem echte Verbundenheit erfahren?
Leichter gesagt, als getan. Liebe ist aufgeladen, mit Assoziationen, mit Begehren, mit Erinnerungen an Schmerz und Verlust, mit Verletzlichkeit. Sie ist verstrickt in die Ekstase des Verliebtseins und in den Schmerz der Sehnsucht.
In The Love Project No. 1 schlagen sie eine Weise des „Gehens“, des „Seins“ vor – mit Liebe. Sie erforschen die Liebe als etwas Mystisches, etwas, nach dem sich Menschen sehnen. Eine Kraft, die sie in absurdeste Spiralen und in schönste Verwandlungen hineinzieht. Liebe als Lebensweise. Als etwas zutiefst Menschliches. Während die Gegenwart, oft von Angst und Spaltung geprägt ist, möchten sie Liebe als eine Kraft zeigen, eine, die zu Verbindung, Kollaboration und Verständnis einlädt. Eine Gegenbewegung zu Angst und Spaltung. Eine stille Revolution.
The Love Project No. 1 ist eine Einladung, Liebe als Entscheidung zu begreifen: als Verb, das gelebt werden will.
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