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Einzelausstellung

Die Ausstellung „Konrad Sommer und der Falter auf der Nase“ zeigt in einer umfangreichen Retrospektive das bisher weitgehend unbekannte Werk des Münchener Landschaftsmalers Konrad Sommer. Siebzig Gemälde wurden dafür aus fünf Privatsammlungen zusammengetragen. Konrad Sommer widmete sein Werk überwiegend der Landschaftsdarstellung zu einer Zeit, als man diese für überholt und nicht mehr zeitgemäß betrachtete.

Zitadelle Berlin
Zitadelle Berlin © tanja dickert

Er malte Motive in Serien und machte Langzeitbeobachtungen der Landschaft. Dabei beschränkte er sich auf wenige Motive, die er in 50 Jahren Malpraxis immer wieder durcharbeitete. Im neoavantgardistischen Stil seiner Generation spielte er mit expressiver Farbigkeit. Er war seiner Zeit aber auch weit voraus, er war ein Vorreiter von Neoexpressionismus und Postmoderne. Er blieb ein Einzelgänger, der sich vom Vertreter eines detailreichen Naturalismus einer traditionsgebundenen Malerei zum Vertreter einer experimentellen Landschaftsdarstellung entwickelte.

In seinen letzten Schaffensjahren nahm seine Sehfähigkeit ab und versuchte die Grenzen der Wahrnehmung auszuloten. In langen Zeiträumen entstanden Motivserien, die auf Naturzyklen verweisen und die menschliches Fassungsvermögen übersteigen. Iin Bildmetaphern und verstörenden Gestaltungen spiegelte er Umwelkrisen.

Vernissage  am Sonntag 18.7., 11 Uhr