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Die organisierte Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ in der Zeit des Zweiten Weltkriegs

Im Deutschen Reich wurden zwischen 1939 und 1945 mehr als 10.000 Kinder Opfer von Krankenmord und Menschenversuchen. Unter Täuschung der Angehörigen wurden sie u. a. in „Kinderfachabteilungen“ mittels Nahrungsmittelentzug, Vernachlässigung oder Vergiftung vom medizinischen Personal getötet.


Reichsweit existierten 30 dieser „Fachabteilungen“ – auch in Berlin und Wien. Gab es für die Betroffenen kaum eine Möglichkeit, diesen Maßnahmen zu entgehen, stilisierten sich die Täterinnen und Täter nach 1945 nicht selten selbst zu Leidtragenden – mit dem Argument, sie hätten mit dem Töten der Kinder Führer, Volk und Vaterland ein Opfer gebracht.
Zusätzliche Informationen
Teilnehmende Künstler
Prof. Dr. Thomas Beddies