Die Ausstellung präsentiert zehn Positionen von Architekturstudierenden der Universität der Künste Berlin mit Neuinterpretationen von bislang nicht gestalteten Zwischenräumen des Kulturforums. Die Projekte zeigen, wie architektonische und landschaftliche Interventionen das Areal zu einem zusammenhängenden, lebendigen Stadtraum verbinden können.
Der Ort
Das Kulturforum ist ein einzigartiger Kulturstandort mitten in Berlin.
Während der Teilung Berlins als „Museumsinsel“ West-Berlins als fließende Landschaft im Sinne von Hans Scharoun errichtet, zeigt es sich heute als Ensemble starker Solitäre in einem wenig belebten Stadtraum.
Gerade diese Zwischenräume bergen ein großes, bisher kaum ausgeschöpftes Potenzial: als verbindende Elemente, als Möglichkeitsräume für städtisches Leben, als Orte des Verweilens und der Begegnung.
Zugleich trifft an diesem Ort eine seltene Dichte und Vielfalt kultureller Einrichtungen aufeinander, Museen, Bibliotheken, Forschungseinrichtungen und ein Konzerthaus von internationalem Rang.
Die Gebäude selbst sind Ausdruck dieses Reichtums, entworfen von prägenden Architekten wie Hans Scharoun, Ludwig Mies van der Rohe, Rolf Gutbrod und Hilmer & Sattler, neuerdings ergänzt durch das entstehende „berlin modern“ nach Plänen von Herzog & de Meuron.
Das Spektrum von Bildender Kunst über Literatur und Musik bis zu Mode, Design und Architektur verdichtet sich zu einem kulturellen Feld, wie es weltweit nur an wenigen Orten in vergleichbarer Weise zu finden ist.
Entwicklung und Zukunft des Kulturforums
Das Berliner Kulturforum soll auch in Zukunft ein Ort der Ideen sein, ein Raum, in dem urbanes Zusammenleben, Wohnen und Gestalten in den Zwischenräumen denk- und erlebbar wird.
Für die Studierenden der Universität der Künste Berlin ist das Kulturforum inspirierende Stadtgeschichte, um Visionen von Zusammenleben und Urbanität zu entwerfen.
Die Masterstudios von Prof. Bettina Götz und von atelier le balto haben im Sommersemester 2025 den städtebaulichen und landschaftlichen Kontext untersucht und Perspektiven für ein neues Zusammenspiel der Solitäre erarbeitet. Die daraus entstandenen Visionen eröffnen Blickrichtungen auf mögliche Zukünfte des Kulturforums und veranschaulichen, wie vielfältig dieser Ort weitergedacht werden kann.
Die Ausstellung versteht sich als Impuls: Sie lädt dazu ein, die offenen Fragen, Potenziale und Herausforderungen des Kulturforums zu reflektieren und gemeinsam darüber nachzudenken, wie sich dieser besondere Ort weiterentwickeln könnte.
Kuratorisches Team
Die Ausstellung wird von den Studierenden der UdK kuratiert:
Finn Brunsch, Sophie Daum, Lara Grefer, Anna Jung, Yeeun Kang, Woohee Kim, Lea Krüger, Joss Pablo Pionschek, Nathan Reichenthal, Paula Riebel, Lukas Paul Ruhe, Jakob Stadtmüller, Marwin Seeber, Augusta Verbiesen, Elisabeth Weinbacher, Carl Wolff
- Eine Sonderpräsentation von zehn Positionen zur Aktivierung des Kulturforums aus dem Studio von Prof. Bettina Götz & atelier le balto, Universität der Künste Berlin in Kooperation mit der Kunstbibliothek und dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin







