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Hassreden und Verschwörungsnarrative im Netz haben während der COVID-19 Pandemie stark zugenommen. Wie sind diese digitalen Diskurse strukturiert und wie verbreiten sie sich? Welche Rolle spielen dabei Rassismus und Antisemitismus? Und welche Strategien könnten bei der Aufklärung behilflich sein und zur Bekämpfung des Hasses dienen?

Haus der Kulturen der Welt
Haus der Kulturen der Welt © visitberlin, Foto Wolfgang Scholvien

Beim Symposium Digitaler Hass diskutieren Wissenschaftler:innen, Künstler:innen, Aktivist:innen und Expert:innen über die Verbreitungswege von Hassreden und Verschwörungstheorien und suchen gemeinsam nach Strategien gegen sie. Die Teilnehmenden bringen Wissen und Perspektiven aus der KI, der politischen Bildung, Kritischer Diskursanalyse, antirassistischer und anti-antisemitischer Kämpfe sowie künstlerischer Experimente mit ins Gespräch. So arbeiten sie etwa mit Ergebnissen aus algorithmischen Verfahren des Text Mining und des maschinellen Lernens. Sie entwickeln künstlerische Interventionen in die KI und Algorithmen.

Programm 29. September

16.30h

Begrüßung

María do Mar Castro Varela & Helena Mihaljević

17h

Keynote

The Right to Provoke? Free Speech, Hate Speech and the Politics of Censorship

Nikita Dhawan, moderiert von María do Mar Castro Varela

Auf Englisch

18h

Panel

Rechte Diskurse on- und offline

Ruth Wodak, Monika Hübscher, Kien Nghi Ha, Grischa Stanjek, moderiert von Puneh Abdi

Auf Deutsch

Rechte Diskurse haben in den letzten Jahren überall auf der Welt zugenommen, von Indien über Brasilien, USA und Europa. Sie gewinnen mit enormer Geschwindigkeit an Mobilisierungs- und Verbreitungskraft. Die Beitragenden diskutieren über die Narrative, die sie verbreiten und die Dynamiken, die sie online wie offline entwickeln.

19.45h

Panel

Digitaler Hass – Die Rolle sozialer Medien und digitaler Plattformen

Sanam Roohi, Ricarda Drüeke, Matthias Becker, moderiert von Yener Bayramoğlu

Auf Deutsch

Die „Anderen” wurden schon immer als Verkörperung von Bakterien, Viren und Schmutz gesehen. Die Verbreitung von entsprechenden hasserfüllten Bildern und Diskursen hat während der Covid-19 Pandemie zugenommen. Sie kann nicht losgelöst von digitalen Medien verstanden werden. Was sind in den hasserfüllten Diskursen die bereits bekannten Kontinuitäten? Was sind neue Elemente? Welche besondere Rolle nehmen hierbei soziale Medien und digitale Plattformen ein?

Programm 30. September

16.30h

Keynote

Gendered Disinformation and Computational Propaganda in Brazil: a Permanent Campaign

Marie Santini, moderiert von Helena Mihaljević

Auf Englisch

17.30h

Panel

Die Rolle der Algorithmen: von der Empfehlung bis zur Moderation von Inhalten

Stephanie Hankey, Anne Kaun, Leah Nann, Elisabeth Steffen, moderiert von Milena Pustet

Auf Deutsch

Der Einsatz datengetriebener Algorithmen ist aus digitalen Plattformen kaum wegzudenken. Die Bereitstellung individualisierter Empfehlungen von Videos oder Tweets ermöglicht zwar eine Navigation durch die unüberschaubaren Weiten des Internets, erzeugt dabei jedoch Filterblasen und Echo-Kammern, die oftmals toxische Inhalte besonders befördern. Doch auch im Rahmen der Content Moderation werden vermehrt Algorithmen zur automatischen Aufdeckung offensiver Inhalte eingesetzt, die ihrerseits menschliche Annotation direkt oder indirekt nutzen.

18.45h

Panel

Künstliche Intelligenz in der Kunst –Eine Strategie der politischen Bildung

Marcus Roeper, Helena Mihaljević, Aslı Dinç, moderiert von Elisabeth Steffen

Auf Deutsch

Kunst ermöglicht es, auf Dinge aus einer neuen Perspektive zu blicken. Dabei intervenieren Künstler*innen auch in Diskussionen über Daten, Algorithmen und KI. Sie zeigen, wie digitale Medien, Algorithmen und KI neue Möglichkeiten für politische Vermittlung eröffnen können. Die Beitragenden sprechen über die Schnittstelle zwischen Kunst, KI sowie politischer Bildung und die Potentiale, die mit diesem spezifischen Ansatz einhergehen.

19.45h

Panel

Stark im Kampf gegen Hass im Netz – Die Rolle der Zivilgesellschaft

Stefanie Zacharias, Pia Lamberty, Chris Wagner, Sanchita Basu, moderiert von Bahar Oghalai

Auf Deutsch

Zivilgesellschaftliche Organisationen leisten wichtige Arbeit zur Bekämpfung von Hassreden im Netz. Sie beobachten ihre Verbreitung und unterstützen Menschen, die von Hassrede auf sozialen Medien und darüber hinaus betroffen sind. Was bedeutet diese Arbeit? Was sind die spezifischen Voraussetzungen? Wo gibt es Kooperationsbedarf und was sind die aktuellsten Entwicklungen?

21h

Verabschiedung
Zusätzliche Informationen
Termine
Datum
Haus der Kulturen der Welt