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Die Ausstellung Ceremony (Burial of an Undead World) im HKW spricht über Gemeinsamkeiten und Kontinuitäten in Kosmologien und Ursprungsmythen über Zeiten und Räume hinweg.

Haus der Kulturen der Welt
Haus der Kulturen der Welt visitBerlin Foto: Wolfgang Scholvien

Wir leben – und überleben – in den Ruinen des modernen/kolonialen Weltsystems: in dessen Institutionen, Strukturen der Ungleichheit, Grenzregimen und Subjektformen. Diese untote Welt und ihre Weigerung zu sterben entladen sich mit zunehmender Gewalt. Es braucht ein Begräbnis, um andere Zukünfte möglich zu machen.

Vor diesem Hintergrund erst wird es möglich, die vorherrschende (Selbst-)Erzählung von der Moderne als geschichtlicher Zäsur neu zu denken.

Ceremony nimmt dabei Bezug auf die Arbeit der jamaikanischen Theoretikerin Sylvia Wynter, für die die „Kehrseitenkosten“ der Moderne eng mit den „Mutationen“ von der christlichen Kosmologie hin zu einem säkularen Diskurs der Moderne verbunden sind – von Enteignung und Sklaverei bis hin zu Extraktivismus und Klimawandel.

Ceremony bringt Werke verschiedener Genres und Epochen sowie historische Dokumente mit vielen Gesprächspartner:innen zusammen. Es beinhaltet ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm und eine Publikation.

Kurator:innen:
Anselm Franke, Elisa Giuliano, Denise Ryner, Claire Tancons, Zairong Xiang

Ausstellung mit Beiträgen von
Leo Asemota, Shuvinai Ashoona, Richard Bell, Raymond Boisjoly, Gaëlle Choisne, Pauline Curnier Jardin, Alice Creischer und Andreas Siekmann, Mario Cresci, Abraham Cruzvillegas, Mariana Castillo Deball, Stan Douglas, Albrecht Dürer, Léon Ferrari, Jermay Michael Gabriel, Luigi di Gianni, Yervant Gianikian und Angela Ricci Lucchi, Leah Gordon, Nicolás Guillén, Ho Rui An, James T. Hong, Dapper Bruce Lafitte, Carlo Levi, Jane Jin Kaisen, William Kentridge, Will Kwan, Mary Reid Kelley und Patrick Kelley, Titina Maselli, Cecilia Mangini, Guadalupe Maravilla, Peter Minshall, Lemohang Jeremiah Mosese, Ernest Nash, Le Nemesiache, Rachel O’Reilly, István Orosz, Huang Yong Ping, Rosa von Praunheim, Tabita Rezaire, Elza Soares, Karlheinz Stockhausen, Jean-Marie Straub und Danièle Huillet, Kidlat Tahimik, Rosemarie Trockel, Joyce Wieland, Tania Willard, David Wojnarowicz, Xiyadie, Lawrence Paul Yuxweluptun und vielen mehr.


Laufzeit: 23. Oktober – 30. Dezember 2022

Täglich außer Di, 12–20h


Eintritt frei





Zusätzliche Informationen
Termine
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