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Zugehörigkeit entsteht über Verbindungen, über sichtbare, über zugeschriebene, manche werden übermittelt über das Papier oder Generationen, viele über ein Gefühl – harsch, warm, zart oder uneindeutig.

Die Zugehörigkeiten leben im Miteinander, sie sind nichts Exklusives, beanspruchen das Absolute nicht. Es gibt unzählige von ihnen, sie können uns ein Netz sein, auffangen, ein doppelter Boden sein, uns schmeicheln, Ergebnis von harter Arbeit sein, häufig streben wir nach ihnen – als eine Antwort auf das Einsamsein.

Gleichzeitig gibt es Zugehörigkeiten, die kein Zuhause sind. Mehr noch, eine Umkehr des Lieblingsorts. Sie verstören uns, zeugen von Schmerz, dokumentieren Verlust oder anhaltende Abwesenheit. Denn nicht immer ist Zugehörigkeit etwas selbst Gewähltes. Dann bietet das vertraute Gefühl der Zugehörigkeit keine Zuflucht und hält uns trotzdem. Erkennbar für uns, für andere oder für niemanden.

Und was sagen und bedeuten uns fehlende Verbindungen? Verbindungen in Gesellschaften, Welten, zu anderen, Zugänge, die verschlossen bleiben. Können allein diese fehlenden Verbindungen ein Merkmal sein, das uns eine Zugehörigkeit zuschreibt? Können wir also dem Fehlen zugehörig sein? Kann man das Fehlen sehen? Oder kann man nur die Abwesenheit von Zugehörigkeit zwischen dem Fotografierten und dem, der die Kamera auslöst, erahnen?

Zusätzliche Informationen

Ort: Freier Projektraum "Ein Fenster zur Straße"

Rosa-Luxemburg-Straße 28, 10178 Berlin

Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag von 15 bis 19 Uhr

Während des Gallery Weekend Berlin (1. bis 3. Mai) täglich von 11 bis 19 Uhr

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