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Beim Namen nennen ist eine Gedenkaktion für Menschen, die auf der Flucht gestorben sind. Im Mittelpunkt steht das öffentliche Erinnern an ihre Namen und Todesumstände. Die Aktion macht auf die Folgen von Krieg, Vertreibung, Verfolgung und gefährlichen Fluchtrouten aufmerksam und verbindet Gedenken mit einer Auseinandersetzung über Flucht, Asyl und Verantwortung in Europa.

Die Veranstaltung findet in der Passionskirche am Marheinekeplatz in Berlin-Kreuzberg statt. Über 24 Stunden hinweg werden in halbstündigen Abschnitten die Namen der Verstorbenen verlesen.

Begleitend dazu gibt es Musik, Wortbeiträge und stille Momente. Zusätzlich können Besucherinnen und Besucher die Namen und Ereignisse auf Stoffstreifen schreiben, die anschließend in und vor der Kirche aufgehängt werden.

Die Aktion versteht sich als öffentliches Zeichen des Gedenkens und der Solidarität mit Schutzsuchenden.

Programm

Freitag, 19. Juni, 18 Uhr

Auftakt zur Aktion „Beim Namen nennen“ mit Szenen aus dem dokumentarischen Theater *Mittelmeer-Monologe*, einem Statement von Bischof Dr. Christian Stäblein, Flüchtlingsbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sowie Gesprächen über Gewalt und Sterben auf den Fluchtrouten nach Europa.

Freitagabend bis Samstagabend

24 Stunden Gedenken: In halbstündigen Abschnitten werden die Namen der Verstorbenen und die Umstände ihres Todes verlesen. Zur vollen Stunde wechseln Musik, Worte und Stille einander ab. Besucherinnen und Besucher können jederzeit dazukommen und sich an der Aktion beteiligen.

Samstag, 20. Juni, 18 Uhr

Abschluss der Aktion mit einem politischen Abendgebet zum Weltflüchtlingstag unter dem Motto: hinschauen – beten – handeln.

Weitere Angebote vor Ort

  • Fotoausstellung zum Flüchtlingslager auf Lesbos
  • Büchertisch
  • „Safe passage bags“
  • Möglichkeit zur Unterschrift unter die Petition „Solidarität mit Schutzsuchenden“

Zusätzliche Informationen
Termine
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