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Info-Lounge mit Ausstellung "Siedlungen der Berliner Moderne"

Im Juli 2008 wurde sechs Berliner Siedlungen gemeinsam als UNESCO-Welterbe eingetragen. Sie stehen sinnbildhaft für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Umfeld der frühen Moderne und geben historische Antworten auf Fragen, die sich in vielen Metropolen Europas bis heute stellen: Wie wollen wir leben? Wie kann lebenswerter Wohnraum entstehen? Und was kann die Politik dazu beitragen?


In all diesen Punkten lieferte der reformorientierte Wohnungsbau in Berlin gänzliche neue Maßstäbe. Die auf sieben Bezirke verteilten Wohnanlagen dürfen damit zurecht als Berlins wichtigster Beitrag zur internationalen Architekturgeschichte gelten. Ihnen ist eine Wanderausstellung gewidmet, die alle sechs Siedlungen einzeln vorstellt und welche im Rahmen der Triennale der Moderne erstmalig präsentiert wird und hier (neben verschiedenen Tourangeboten) das Berliner Welterbe der Moderne repräsentiert:

  • 1. Gartenstadt Falkenberg (1913 – 16)
    [Falkenberg Garden City]
  • 2. Siedlung Schillerpark (1924 – 30)
    [Schillerpark Estate]
  • 3. Großsiedlung Britz/Hufeisensiedlung (1925 – 30)
    [Large Housing Estate Britz / Horseshoe Estate]
  • 4. Wohnstadt Carl Legien (1928 – 30)
    [Carl Legien Housing Estate]
  • 5. Weiße Stadt Reinickendorf (1929 – 31)
    [White City Reinickendorf
  • 6. Großsiedlung Siemensstadt (1929 – 34)
    [Siemensstadt Large Housing Estate]

Zusätzliche Informationen
Die leicht transportable Ausstellung ist zweisprachig (in Deutsch + Englisch) realisiert und besteht aus einem Satz von umfassend bebilderten Ausstellungstafeln bzw. Bannern, die anschließend durch die verschiedenen Bezirke und andere europäische Zentren des Neuen Bauens wandern sollen. Sie ist modular aufgebaut und kann durch zusätzliche Thementafeln ideen- und baugeschichtliche Querbezüge zu lokalen Pendants anderer Städte, speziellen Jubiläen oder ähnlichen Querschnittsthemen herstellen. Dies geschieht auch im Rahmen der Triennale, für die ein spezielles Modul mit Kontextbezügen zum Bauhaus-Jubiläum 2019 erstellt wurde.Die Ausstellung wurde im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahrs (European Cultural Heritage Year) und des Programms Sharing Heritage von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert. Weitere Drittmittel wurden von der Deutsche Wohnen SE beigesteuert, die heute einen Großteil der Bestände besitzt.

Informationen zur Barrierefreiheit

Auf der Mittelinsel des Kreisverkehrs am Ernst-Reuter-Platz gelegen, Treppensteigen erforderlich