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U-Bahn-Museum Berlin
Eingang des U-Bahn-Museum © (c) visumate

Berliner U-Bahn-Museum

Ein technisches Denkmal erwacht zum Leben

Seit 1902 verbindet die Berliner U-Bahn die Bezirke der Metropole. Das Berliner U-Bahn-Museum nimmt Sie mit zu den Anfängen dieser verkehrstechnischen Revolution.

Bitte um Beachtung: Die derzeitigen, Covid-19-bedingten Öffnungs- und Schließzeiten sowie die besonderen Hygieneregeln entnehmen Sie bitte der Webseite.

Seit 1997 haben die Berliner auch ihr U-Bahn-Museum – eines von drei in Europa neben Moskau und Budapest. Das Museum der BVG (Berliner Verkehrsbetriebe) befindet sich in den Räumen des historischen Stellwerks am U-Bahnhof Olympia-Stadion. Von 1931 bis 1983 steuert man von hier 616 Fahrstraßen, 99 Signale und 103 Weichen. Heute erzählt eine Ausstellung die Geschichte der Berliner Untergrundbahn. Staunen Sie über die vielen eindrucksvollen Exponate und zahlreichen intakten Funktionen. Mehrmals im Jahr finden Sonderfahrten in historischen Zügen statt.

Als wär's gestern gewesen: eine Zeitreise durch die Berliner Untergrundbahn

Das Hebelstellwerk am Olympia-Stadion ist zu seiner Bauzeit 1931 das größte in Europa. 1983 muss es einem Spurplanstellwerk weichen. Beherzte Mitarbeiter verhindern mit viel Engagement den Abriss. 1997 eröffnet in den Stellwerkräumen der Verein Arbeitsgemeinschaft Berliner U-Bahn seine Ausstellung und zeigt Raritäten aus 100 Jahren Berliner U-Bahn-Geschichte. Grundstock ist die Sammlung des einstigen Betriebsleiters Klaus Siepert. Der Eingang zum Museum befindet sich authentisch zwischen zwei U-Bahn-Triebköpfen. In der Vorhalle bekommen Sie Ihren Fahrschein von einem historischen Fahrkartengeber. Auf einer großen hölzernen Bekanntmachungstafel prangen U-Bahn-Netzpläne ab 1936, eine Luftschutzverordnung aus dem Zweiten Weltkrieg und verschiedene Aushänge der Polizei und der BVG. An die Teilung Berlins erinnern unter anderem Hinweise zu unterschiedlichen Tarifen. Folgen Sie dem Rundgang durch das altehrwürdige Stellwerk mit seinem technischen Sammelsurium an Netzplänen, Signalen und Fahrsperrtechniken. Vieles ist noch funktionstüchtig und wird anschaulich demonstriert. Dienstkleidungen, Abzeichen und Fotografien versetzen Sie in die 1930er-Jahre. Schauen Sie in den Raum der Zugabfertiger mit nostalgischem 1950er-Jahre-Flair. Nicht nur Technikfans begeistert das nach wie vor intakte, 14 Meter lange, elektromechanische Hebelstellwerk. Wenn die 1.200 Signallampen aufleuchten, funkeln auch Ihre Augen. Während einer Führung erfahren Sie Interessantes zu Stellwerktypen, Zugfunkgeräten, der alten Uhrenstation und vielen historisch seltenen Fahrschaltern.

Höhepunkte im Berliner U-Bahn-Museum:

  • mehr als 300 Einzelstücke aus 100 Jahren Berliner U-Bahn-Geschichte
  • funktionstüchtiges Hebelstellwerk von 1931
  • manuell bedienbare Fahrauskunft und Fahrkartenausgabe (1957-1977)
  • seltene Fahrschalter verschiedener U-Bahn-Typen
  • mehrfach im Jahr Sonderfahrten mit historischen Zügen

Reiche Geschichte und große Kunst rund um den Olympiapark

Nur etwa 10 Gehminuten vom Berliner U-Bahn-Museum entfernt, befindet sich das Sportmuseum am Olympiapark. Das älteste und größte Museum seiner Art in Deutschland zeigt alles zum Thema Sport: originale Sportgeräte, Fotografien, Veranstaltungsplakate und Autogramme. Eine neue, noch umfangreichere Dauerausstellung soll es ab 2019 geben. Dazu entsteht ein neues Ausstellungszentrum in den denkmalgeschützten Maifeldtribünen im Olympiapark. Dann reisen Sie an interaktiven Stationen durch die deutsche Sportgeschichte. Gehen Sie über den Olympischen Platz, vorbei am Sausuhlensee, dann kommen Sie zum Georg Kolbe Museum. In seinem einstigen Wohnhaus und Atelier sowie im Skulpturengarten werden Georg Kolbes Werke am Ort des Entstehens ausgestellt. Neben den Arbeiten Kolbes zeigt die Sammlung in wechselnden Ausstellungen große Namen wie Auguste Rodin oder Hans Arp. Rund 4 Kilometer östlich des U-Bahn-Museums thront ein Wahrzeichen Berlins: das Schloss Charlottenburg. Besichtigen Sie die prunkvollen Räume der Hohenzollern. Im Schlossgarten befinden sich außerdem der Neue Pavillon, das Belvedere mit seiner berühmten Porzellansammlung und das Mausoleum von Königin Luise. Am Schustehruspark treffen Sie auf die repräsentative Villa Oppenheim. In den Räumen der Gründerzeitvilla präsentiert das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf Gemälde und Plastiken aus dem 19. Jahrhundert und der Berliner Secession.

Infos zum Berliner U-Bahn-Museum

Wenn Sie mit der U-Bahn-Linie U2 bis zur Haltestelle Olympia-Stadion fahren, sind Sie schon vor Ort. Das Museum ist jeden zweiten Samstag im Monat geöffnet. Kinder von 6 - 12 Jahren zahlen nur die Hälfte des Eintritts. Sie können das Museum auch auf einer Kinder-Rallye entdecken. Buchungen von Führungen bitte zwischen Montag und Freitag telefonisch anmelden.