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Neuer Pavillon (Schlossgarten Charlottenburg)

Ein königliches Sommerhaus

Schauen Sie sich eine italienische Villa mit preußischer Kunst mitten in Berlin an: Der Neue Pavillon im Schlosspark bezaubert mit klassischer Eleganz und einer Gemäldesammlung.

Kein Schloss für eine neue Königin soll es werden, sondern ein privater Rückzugsort für seine zweite Ehe. König Friedrich Wilhelm III. plant 1824/1825 den Neuen Pavillon im Park des Schloss Charlottenburg und lässt ihn als Heim für sich und seine zweite Frau Auguste Gräfin von Harrach errichten. Nachdem die ungemein beliebte Königin Luise 1810 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung stirbt, schließt König Friedrich Wilhelm III. 14 Jahre später zum zweiten Mal den Ehebund. Allerdings handelt es sich diesmal um eine morganatische Ehe mit weniger Rechten, sodass Auguste nicht die neue Königin wird. Und so soll das Sommerhaus auch nicht ein prachtvolles Schloss, sondern eine bescheidene Villa werden, wie es auch dem bürgerlichen Geschmack des Königs entspricht. Doch bewohnt das Ehepaar die Villa nie gemeinsam, sie wird lediglich ein  privater Rückzugsort des Königs.

Die Villa

Vorbild für das auch Schinkel-Pavillon genannte Sommerhaus sind klassizistische Villen, wie der König sie in Italien gesehen hat. Er beauftragt Karl Friedrich Schinkel, den bekanntesten Baumeister Preußens, mit der Planung. Ganz schlicht in Weiß hält Schinkel die in unmittelbarer Nähe zur Spree gelegene zweigeschossige Villa. Eine Säulenloggia und grüne Fensterläden setzen Akzente. Der umlaufende Balkon aus Eisen ist inspiriert vom italienischen Vorbild, der Villa Chiatamone. Die neuen Räume im Inneren hält Schinkel ebenfalls in zurückhaltend-schlichter Eleganz.
 
Ein Fliegerangriff zerstört den Pavillon 1943 fast vollständig, auch die Inneneinrichtung fällt den Flammen zum Opfer. 1957 bis 1970 entsteht eine Rekonstruktion des Pavillons. Seit 2011 ist der Neue Pavillon nach einer gründlichen Sanierung mit neuer Dauerausstellung wieder geöffnet.

Die Ausstellung im Neuen Pavillon

Spazieren Sie durch vergangene Zeiten, denn so ist ein Besuch im Neuen Pavillon: In den Räumen ist die ursprüngliche Ausstattung eines Sommerhauses in Preußen  wieder lebendig. Gemälde bekannter preußischer Maler wie Caspar David Friedrich, Karl Blechen und Eduard Gaertner und Skulpturen von Christian Daniel Rauch schmücken die Räume.

Besonders spannend: die Ausstellung über Schinkels Werk als Architekt und Maler. Hier steht auch ein von Schinkel entworfener Teetisch, auf dem er viele seine berühmten Bauwerke entworfen hat.

 

Öffnungszeiten (Zusatzinfos)
   
01.01 - 31.03.  

Di - So

12 - 16 Uhr
01.04 - 31.10.  

Di - So

10 - 17.30 Uhr
01.11. - 31.12.  
Di - So 12 - 16 Uhr
Mo geschlossen

Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit