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Polizeihistorische Sammlung

Ein spannender Einblick in die Arbeit der Ordnungshüter

Begeben Sie sich in der Polizeihistorischen Sammlung auf eine Reise durch mehr als 800 Jahre Berliner Polizeigeschichte von den Anfängen bis heute.

Bitte um Beachtung: Die derzeitigen, Covid-19-bedingten Öffnungs- und Schließzeiten sowie die besonderen Hygieneregeln entnehmen Sie bitte der Webseite.

800 Jahre Berliner Polizeigeschichte erleben Sie in der Polizeihistorischen Sammlung am Platz der Luftbrücke. Im Berliner Polizeipräsidium sehen Sie originale Uniformen, Waffen und Fahrzeuge aus verschiedenen Epochen. Auch Wissenswertes, Spannendes und Kurioses zur Arbeitsweise oder zu Kriminalfällen erfahren Sie anschaulich mittels Fotos und historischer Dokumente.

Polizeiarbeit von der königlichen Schutzmacht bis heute

1988 eröffnet Berlins Polizeipräsident Georg Schertz die erste Polizeihistorische Sammlung der Stadt. Als Teil der Öffentlichkeitsarbeit entsteht 1990 der gleichnamige Förderkreis. Etwa 200 freiwillige Mitglieder pflegen die historischen Exponate. Das Hauptanliegen des Museums: Die Geschichte der Berliner Polizei vom 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart lebendig und reflektiert darstellen. Die Ausstellungsstücke stammen überwiegend aus dem ehemaligen Kriminalmuseum, der Polizeischule Spandau und dem Volkspolizeimuseum der DDR. Der Besuch beginnt eindrucksvoll: Sie betreten das monumentale Hauptgebäude des Gesamtberliner Polizeipräsidiums am berühmten Platz der Luftbrücke. Die vielseitige Sammlung führt Sie mit großflächigen Schautafeln und anschaulichen Exponaten durch 800 Jahre Berliner Polizeigeschichte. Besonders spannend sind dabei die politischen und historischen Hintergründe. Diese spiegeln sich nicht nur in der Arbeitsweise und dem Selbstverständnis der Polizei wider, sondern auch in der Ausstattung. Sehen Sie zum Beispiel Uniformen aus der Zeit der pro-französischen Bürgergarde unter Napoleon von 1809, der Kaiserzeit oder der Weimarer Republik. Außerdem zeigt die Sammlung historische Dokumente, Waffen und Arbeitsmittel der Polizei. Auch sichergestellte Tatwerkzeuge und Berichte über spektakuläre Kriminalfälle sind dabei. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der innerdeutschen Teilung und die Zeit des Kalten Krieges.

In der Zweigstelle Lankwitz besuchen Sie die Technikausstellung der Polizeihistorischen Sammlung. Hier gibt es mehr als 50 Einsatzfahrzeuge wie den „Barockengel“ aus Eisenach und einen Polizei-Käfer-Cabriolet zu sehen. Ein weiteres Highlight ist der DDR-Polizei-Wartburg von 1984. Der Förderkreis der Polizeihistorischen Sammlung betätigt sich aktiv an der wissenschaftlichen Forschung. In beiden Sammlungen können Sie an Führungen teilnehmen, die auf Wunsch thematisch ausgerichtet werden. Schwerpunkte sind unter anderem die Entwicklung des Berufsbilds, der Kriminologie oder des Polizeirechts. Diverse Dokumente, eine Fotosammlung und eine Präsenzbibliothek sind grundlegend für regelmäßige Publikationen und die fortlaufende Dokumentation der Polizeiarbeit.

Die Highlights der Ausstellung

  • historische Einsatzfahrzeuge wie der „Barockengel“ oder DDR-Wartburg
  • Polizeiuniformen von Anfang 1800 bis heute
  • historische Waffensammlung mit Standard-, Sonder- und Sportwaffen
  • Berichte von spektakulären Kriminalfällen
  • Exponate über die Hintergründe der Polizeiarbeit durch die Jahrhunderte

Sehenswertes am Platz der Luftbrücke

An die Opfer der Berliner Luftbrücke 1948/49 erinnert das Luftbrückendenkmal unweit von der Polizeihistorischen Sammlung. Die Skulptur nach dem Entwurf von Eduard Ludwig befindet sich auf dem Vorplatz vor dem stillgelegten Flughafen Tempelhof. Die drei Krallen der „Hungerharke“ sind nach Westen ausgerichtet und symbolisieren die Luftkorridore der „Rosinenbomber“. Zwei Duplikate sind auch an den Flughäfen in Frankfurt und Celle errichtet. Am Nordrand vom Tempelhofer Feld steht das Mahnmal für das Columbiahaus. 1934 entsteht an dieser Stelle das einzige offizielle, innerstädtische Konzentrationslager im Deutschen Reich. Bis zu seiner Schließung 1936 sind hier viele politische Persönlichkeiten aus dem Berliner Umfeld inhaftiert. 1938 weicht das KZ-Columbia-Haus dem Ausbau des Flughafens. Seit 1994 erinnert das Mahnmal von Bildhauer Georg Seibert an Häftlinge wie Ernst Thälmann, Hans Litten und John Schehr.

Unsere Tipps für Ihren Besuch

Die Polizeihistorische Sammlung öffnet von Montag bis Mittwoch. Gruppenführungen werden nach Anmeldung auch an anderen Wochentagen durchgeführt. Am bequemsten erreichen Sie den Platz der Luftbrücke mit der U-Bahn-Linie U6. Steigen Sie an der gleichnamigen Haltestelle direkt vor dem Polizeipräsidium aus. Alternativ nutzen Sie die Busse 104 und 248. Die Techniksammlung in der Eiswaldtstraße 2-18 besuchen Sie mittwochs, aber bitte melden Sie sich vorher an. Fahren Sie mit dem Bus M82 zur Station Eiswaldtstraße. Von dort sind es noch 30 Meter zu Fuß.

 

Öffnungszeiten

Montag 9:00 – 15:00
Dienstag 9:00 – 15:00
Mittwoch 9:00 – 15:00