Ausgehend von der eigenen Familiengeschichte erzählen sie von lateinamerikanischen Horrorgeschichten und beleuchten das Gespenstische aus psychoanalytischen und marxistischen Perspektiven.
Mithilfe von Live-Sound und Storytelling entsteht eine akustische Séance, in der sich Live-Stimmen, analoge Synthesizer und Archivaufnahmen zu einem sanften Spuk verbinden. Die Lecture-Performance wird dabei zu einer aktiven Praxis der Erinnerung und Trauerarbeit: Verdrängte und vergessene Geschichten werden wieder hörbar und Geister zu körperlich und auditiv erfahrbaren Figuren.
Dabei erkunden die Geschwister das Gespenstische aus psychoanalytischer und marxistischer Perspektive. Ein Gespenst ist das, was sich weigert, eine gegebene Realität zu akzeptieren; die Vorstellung, dass unsere Gegenwart von einer Zukunft heimgesucht wird, die uns versprochen wurde, aber nie eingetreten ist. In einer Kultur, die in Wiederholungen festzustecken scheint und in der alternative Formen des Zusammenlebens immer schwerer vorstellbar werden, tauchen Geister als Erinnerungen an verlorene Zukünfte auf. Was, wenn sich hinter ihren Geistern verbirgt, was noch möglich ist?
IN ENGLISCHER SPRACHE
Zusätzliche Informationen
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