Begleitprogramm zur Ausstellung "1941. Juni-Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamjanez-Podilskyj"
Etwa die Hälfte der Opfer stammte aus Ungarn. Das Massaker war in seinen Dimensionen bis dahin beispiellos und gilt heute, 85 Jahre später, als wichtige Etappe auf dem Weg zum systematischen Mord an den europäischen Juden. Noch nie öffentlich gezeigte Fotos ermöglichen neue Blickwinkel auf die ersten Monate der deutschen Besatzung in der Ukraine und die Ereignisse, die den beginnenden Massenmord an den Juden begleiteten.
Diese Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung »1941 Juni-Briefe. Ungelesene Feldpost aus Kamjanez-Podilskyj«, die im Museum Karlshorst gezeigt wird.
Das Zitat »Auf dem Weg begriff ich, dass wir erschossen werden würden …« stammt von Klara Moskal, die als 17-jährige Jüdin die Massenerschießungen in ihrer Heimatstadt Kamenez-Podolsk nur durch Glück überlebte.
PROGRAMM:
- Begrüßung: Uwe Neumärker (Stiftung Denkmal)
Impulsreferate und Podiumsdiskussion:
Adam Kerpel-Fronius (Stiftung Denkmal): Der Beginn der deutschen Besatzung in der Ukraine und Ungarns Rolle beim Verbrechen von Kamenez-Podolsk
Oliver Gaida (Stiftung Denkmal): Fotografische Quellen aus dem August 1941. Eine Rekonstruktion der Massenerschießung und ihre Vorgeschichte
Bozhena Kozakevych (Stiftung Denkmal): Der Holocaust in den ukrainischen Erinnerungskultur(en)
Christoph Meißner (Museum Berlin-Karlshorst): Das Erinnern an das Verbrechen im heutigen Kamjanez-Podilskyj
Moderation: Adam Kerpel-Fronius (Stiftung Denkmal)
- Um Anmeldung bis zum 26. August 2026 unter Tel. (030) 26 39 43-36 oder veranstaltungen@stiftung-denkmal.de wird gebeten.
Zusätzliche Informationen
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