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Landschaftsschutzgebiet Wuhlegarten
Teich im Wuhletal im Winter © visitBerlin, Foto: Jan Frontzek

Wuhletalweg

Ein Weg für Sportfreunde und Naturgenießer

Entlang der Wuhle führt der 15 Kilometer lange Wanderweg von Ahrensfelde bis zu seiner Mündung in die Spree. Der gemütliche, klare Fluss mit seinen kleinen Fischen liegt im Wuhletal, einem parkähnlich angelegten Ort der Erholung. Es ist die längste Grünfläche Berlins und liegt fast komplett im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.

Als 1977 die Neutrassierung der Straßen begann und die Bagger für den Wohnungsbau der Großsiedlung Marzahn anrückten, wurde darauf geachtet, dass die Häuser erst jenseits der Wiesen- und Auenflächen errichtet wurden. Heute dankt es die Natur mit mehr als 260 Arten teils seltener Farn- und Blütenpflanzen. Auch 23 geschützte Tierarten sind hier zu Hause, darunter der Feldhase. Aber nicht nur das: Auch mehr als zwei Drittel aller in Berlin beobachteten Vogelarten sind an der Wuhle heimisch. Beliebt ist der Weg also bei Sportfreunden und Naturgenießern gleichermaßen.

Der Wuhletalweg ist eine Zeitreise. Hier gibt es Wiesen aus der Steinzeit, ein Dorf aus dem Mittelalter, eine Anstalt aus dem 19. Jahrhundert und typische DDR-Plattenbauten der 1970/80er Jahre. Am schönsten ist die Zeitreise durch den Berliner Osten im Herbst, wenn sich die Bäume am Kienberg langsam bunt färben, wenn in den Gärten der Welt der Indian Summer beginnt und aus den Schmetterlingswiesen der Nebel steigt. Die kleinen Weiherketten und der alte Baumbestand stehen dabei im Gegensatz zu den umliegenden Plattenbausiedlungen. Den besten Überblick auf die berlintypische Kontrastlandschaft bietet der 102 Meter hohe Kienberg unweit der U-Bahnstation Neue Grottkauer Straße. Nicht weit entfernt befindet sich der sehenswerte, eintrittspflichtige Park „Gärten der Welt“. Der Wuhletal-Wanderweg verläuft zwischen den Bezirken Marzahn und Hellersdorf und ist von den S-Bahnhöfen Ahrensfelde, Wuhletal und Köpenick gut zu erreichen.