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Eine Ausstellung mit zahlreichen historischen und zeitgenössischen Kunstwerken, unter anderem von: Fritz Bornstück, Max Hechinger, Josef Hegenbarth (1844–1962), Rachel Kohn, Wilhelm Kuhnert (1865–1926), Petra Lottje, Marunde, Sebastian Meschenmoser, Susanne Roewer, Michael Sowa, Kitagawa Utamaro (ca. 1753–1806) und Christof Zwiener.

Berlin ist auch eine Stadt der Tiere! Der Berliner Zoo und der Tierpark ziehen jedes Jahr Millionen Besucher:innen an, im Naturkundemuseum sind Dinosaurier und Eisbär Knut zu bewundern. Äußerst zahl- wie artenreich ist daneben der Kosmos der Haustiere in Berlin, doch auch weniger willkommene „Kulturfolger“ sind stark verbreitet – die Rattenpopulation der Hauptstadt wird auf zwei bis sechs Millionen Exemplare geschätzt.

Die menschlichen Sichtweisen auf Tiere sind vielfältig, oft gegensätzlich und stetem Wandel unterworfen. Wir jagen, schlachten und essen Tiere; sie hüten, streicheln und lieben sie; sie verdrängen und sie schützen sie, sie fangen sie ein und sie wildern sie aus. Sie können ekeln und schocken oder sie finden sie lustig und süß; sie sind uns unterworfen, dienstbar und nützlich oder sie werden ihnen möglicherweise gar zu treuen Freunden und lebenslangen Partnern.

Selbst wenn Menschen Tiere nicht physisch nahe sind, ist das Interesse an ihnen stark. Dokumentarische Tierfilme eröffnen Einblicke in unzugängliche Lebensräume und Erfahrungswelten, sie unterhalten und entspannen uns. Populärwissenschaftliche Literatur über Tiere ist stetig in den Bestsellerlisten präsent, die Sorge um Tierwohl und die Erhaltung der Artenvielfalt treibt viele Menschen um. Und selbst wenn Menschen im Alltag Produkte der industriellen Massentierhaltung oder der maßlosen Überfischung der Meere konsumieren, vermag doch das Schicksal einzelner Tiere ihre Anteilnahme zu wecken – sei es die verirrte Entenfamilie auf der Bundesstraße oder ein in der Ostsee gestrandeter Buckelwal, der als trauriger Medienstar „Timmy“ das Weltgeschehen in den Nachrichten für Wochen fast in den Hintergrund treten ließ.

In der Kunst ist das Tier seit dem allerersten Anbeginn aus der Zeit der Höhlenzeichnungen ein unerschöpflicher Gegenstand der Inspiration. Die Vielzahl und Vielfalt an Tierdarstellungen ist unermesslich.

Die Britzer Ausstellung beschreibt das spannungsreiche und wechselhafte Verhältnis zwischen Tieren und dem Menschen und zeigt eine breite und artenreiche Auswahl an fabelhaft-poetischen wie akribisch-analytischen Darstellungen aus vier Jahrhunderten in genussvoller Präsentation.

Sie fragt, wie Menschen Tiere dargestellt und gedeutet, verstanden oder missverstanden haben. Die Palette reicht von wissenschaftlichen Abbildungen und Illustrationen zu Brehms Tierleben über japanische Farbholzschnitte bis zu amüsanten Zeichnungen von Marunde und Sowa und zeitgenössischen Künstler:innen, die in Gemälden, Skulpturen und Installationen Konkretes wie Abstraktes zum Thema zeigen. So unterschiedlich dabei die Intentionen und Gestaltungen auch sind – alle Positionen gemeinsam vermitteln ein prachtvoll schillerndes Kaleidoskop Von Tieren und anderen Menschen.

Zusätzliche Informationen

Öffnungszeiten

  • Dienstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr
  • Montags geschlossen
Termine
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