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TRACE ist eine Ausstellung über flüchtige Momente und Gesichter, Orte und Fragmente. Sie erzählen Geschichten, die über das unmittelbar Sichtbare hinausgehen. Im Kern wird die menschliche Präsenz und unsere Beziehung zu Orten untersucht: wie wir in Räumen existieren, wie wir Spuren hinterlassen und wie unsere Umgebung die Abdrücke unseres Daseins bewahrt.

Diese Ausstellung schafft durch Porträts, Landschaften und Mischtechniken einen Dialog zwischen Menschen und den Orten, an denen sie leben oder denen sie manchmal entfliehen.

Vier in Washington, D.C./Maryland ansässige Künstler:innen bringen unterschiedliche Perspektiven in diese Erkundung ein, vereint durch gemeinsame Themen wie Erinnerung, Präsenz und zurückgelassene Spuren, doch ihre Ansätze variieren dramatisch: Einige sind roh und direkt, während andere vielschichtig, abstrakt oder bewusst zurückhaltend sind. Dieser Widerspruch spiegelt wider, wie sich Erinnerung und Bedeutung je nach Perspektive und Zeit verschieben.

TRACE untersucht zudem die Verbindungen zwischen verschiedenen fotografischen Verfahren – von traditionellen Silbergelatineabzügen bis hin zu experimentellen Solarplatten, von intimen Cyanotypien bis hin zu zeitgenössischen digitalen Arbeiten. Jedes Verfahren hat seine eigene Beziehung zu Zeit und Beständigkeit und spiegelt wider, wie unterschiedlich wir Dinge erleben und in Erinnerung behalten. Handgefertigte Bücher laden zu einer nahen, persönlichen Erfahrung ein, während größere Abzüge Raum und Aufmerksamkeit einnehmen.

Die Ausstellung bietet den Betrachter:innen Raum, zur Ruhe zu kommen und noch einmal hinzuschauen, die emotionalen Facetten des Alltags zu betrachten und zu erkennen, wie

Menschen und Orte Geschichten in sich tragen, die oft unerzählt bleiben.

  • Eröffnung: Samstag, 27. Juni 2026, 18 Uhr
  • Ausstellungsdauer: 27. Juni – 18. Juli 2026
  • Öffnungszeiten: Montag - Samstag 12 - 20 Uhr

Ausstellungsprogramm

Samstag, 27. Juni 2026, 18 Uhr Vernissage im Neurotitan

DJ Holly Hunted

22 Uhr Afterparty im Eschschloraque Rümschrümp

DJs Alec MacKaye & Jerry Busher (Washington, D.C.)

Alec MacKaye (Hammered Hulls, The Faith etc) & Jerry Busher (Shadow Riot, Fugazi etc.) legen ihre Lieblingssongs aus der Plattensammlung von Bert Queiroz auf. Eintritt frei.

Sonntag, 28. Juni 2026, 16-21Uhr im Neurotitan

Meet The Artists – Künstler:innengespräch

DJs Mr. Cigarette Butt & Special Live Performance | Gespräch: 18 Uhr

Meet the Artists: Make Noise, Leave Traces.

mit Lely Constantinople, Martina Fornace, Claire Packer & Antonia Tricarico

Moderation: Rebecca Lilliecrona

*Gespräch in englischer Sprache*

Vier amerikanische Künstler:innen, die in der Hardcore-Punk- und Underground-Kunstszene von Washington, D.C. verwurzelt sind, werden anlässlich ihrer ersten Ausstellung außerhalb der USA zu einem Künstler:innengespräch zusammenkommen.

Künstler:innen

Lely Constantinople, Martina Fornace, Claire Packer, Antonia Tricarico

Die Fotografien von Lely Constantinople, Martina Fornace, Claire Packer und Antonia Tricarico sind in zahlreichen Privatsammlungen und Institutionen wie der Smithsonian Institution vertreten sowie in Publikationen wie der Washington Post und „Girlgaze“ (Rizzoli). Die Künstler:innen haben mit Labels wie Tolotta Records, Dischord Records, Kill Rock Stars und zahlreichen Musiker:innen zusammengearbeitet.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die Werke, ihre ursprünglichen Beweggründe, Fotografie als Kunstform zu betreiben sowie die Art und Weise, wie sie Atmosphäre, Emotionen und Stimmungen einfangen kann, die über das unmittelbar Sichtbare hinausgehen.

Darüber hinaus befasst sich das Gespräch mit den Herausforderungen des Lebens und Arbeitens in Washington, D.C. – einer Stadt, die derzeit im Zentrum des politischen Diskurses steht und weitreichende Auswirkungen auf Künstler:innen weltweit hat. Es beleuchtet die Komplexität des Schaffens in einer Stadt, die zugleich kreativ und schnelllebig ist und stark von der Politik geprägt wird, insbesondere vor dem Hintergrund einer vorherrschenden rechtsgerichteten Agenda.

Über den Ausstellungsraum Neurotitan

Die1995 gegründete Neurotitan Galerie ist Teil der gemeinnützigen Organisation Haus Schwarzenberg, die interdisziplinäre und unabhängige Kunst aus aller Welt fördert.

Mit 300 Quadratmetern heller Ausstellungsfläche sowie Zugang zu den Außenbereichen des selbstverwalteten Kulturhauses Haus Schwarzenberg bietet das Neurotitan Künstler:innen die Möglichkeit, außerhalb der Zwänge des kommerziellen Kunstmarktes zu experimentieren und zu arbeiten.

Samstag 04. Juli 2026, ab 14 Uhr

Hoffest im Haus Schwarzenberg

Engagierte Kollektive, ansässige sowie internationale Akteur*innen und Künstler:innen schreiben Hoffest ihre Geschichten ein – gemeinsam schaffen wir Bündnisse für künstlerische Präsenz habe, einen Ort der Gemeinschaft im Haus Schwarzenberg. Dafür legt das Hoffest die Fährte Starke Netze entstehen durch eine Ausstellung, partizipative Workshops, Soli-Küche, ein Spielfeld Performances und nicht zuletzt das lebendige Wirken der Hausgemeinschaft, das die Live-Acts teuerliche Klangfarben von Liebe, Chaos und künstlerischer Freiheit tauchen.

Termine
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